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DB Morning Daily: Russlands Leitzinssatz bleibt bei 11%

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22. März 2016 09:17



FX Market Outlook


FX Market Outlook

 

Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins wie von Analysten im Konsens erwartet unverändert bei 11,00% belassen. Die Inflationsrisiken seien weiterhin hoch und der jüngste Ölpreisanstieg könnte sich als nicht nachhaltig erweisen, heißt es im Begleitstatement. Russland leidet angesichts des Ölpreisverfalls und westlicher Sanktionen derzeit unter einer Stagflation, d.h. einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung bei gleichzeitig hoher Inflation. Zu erwarten stehe, dass die Inflationsrate (ohne neue Schocks) Ende 2017 das Inflationsziel von vier Prozent erreiche, heißt es. Ebenfalls für 2017 wird damit gerechnet, dass das Bruttoinlandsprodukt wieder steigen wird, wenn auch nur geringfügig.

 

Auch Serbien - traditionell russlandnah - hat entschieden, die Zinsen vorerst nicht weiter zu verändern. Die serbische Notenbank hat ihren Leitzins gestern bei 4,25% belassen, nachdem sie ihn im Februar nach vier unveränderten Zinsentscheiden um 25 Basispunkte gesenkt hatte. Der aktuell unveränderte Ausleihesatz war von Analysten im Konsens erwartet worden. "Eine Abkühlung der Weltwirtschaft sowie die erwartete Normalisierung der US-Geldpolitik könnte Auswirkungen auf die Risikobereitschaft der Investoren haben. Davon betroffen sein könnten insbesondere Kapitalflüsse in Emerging Markets wie Serbien", hieß es zur Erläuterung. Die Inflation in Serbien liegt derzeit bei 1,5% und damit deutlich unter der Zielspanne von 2,5 bis 5,5%.

FX-Quickcheck: EUR/USD

 Der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) ist im Februar deutlich auf -0,29 Punkte gesunken. Wie die Federal Reserve Bank of Chicago weiter mitteilte, wurde der Vormonatswert von 0,28 auf 0,41 Punkte nach oben revidiert. Damit ist der Index, der die US-Wirtschaftsaktivität anhand von 85 Indikatoren misst, nach einem positiven Wert im Januar wieder in den negativen Bereich zurückgefallen. Der Drei-Monatsschnitt lag im Februar bei -0,07 Punkten, nach -0,12 Punkten im Januar. Ein Wert von null im Drei-Monatsschnitt signalisiert ein Wirtschaftswachstum auf Trendniveau.

 

EUR/USD trifft am Tief vom 10. März 2016 bei 1,0820 auf die nächste wichtige Unterstützung. Der nächste markante Widerstand findet sich am Hoch vom 11. Februar 2016 bei 1,1376.

 

FX-Quickcheck: EUR/JPY

Seit dem März 2011 hat Japan ein Problem: Mit der Abschaltung sämtlicher Kernkraftwerke drohen Energieengpässe. Der Inselstaat hat kaum fossile Brennstoffe. Die Offshore-Förderung vom Seeboden ist teuer und bedarf jahrelanger Forschung und Planung. Also muss Öl importiert werden. Dass die Ölpreise gesunken sind, kommt Japan zugute, der Umweltbilanz jedoch nicht. Zusätzlich soll deswegen verstärkt Erdgas importiert werden. Hierbei wurde nun ein neuer Meilenstein erreicht. Erstmals wurde Erdgas von der Insel Barrow in Australien geliefert. Die Diversifizierung macht das Land unabhängiger von anderen Lieferanten und bietet größere Energiesicherheit.

 

EUR/JPY trifft am Tief vom 1. März 2016 bei 122,08 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand lässt sich am Hoch vom 16. Februar 2016 bei 128,15 lokalisieren.

 

 

FX-Quickcheck: EUR/GBP

 

Das britische Pfund war zu Wochenbeginn unter Druck, nachdem der britische Arbeitsminister Iain Duncan Smith überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte. Politischen Beobachtern zufolge schadet der Rücktritt der Regierung von David Cameron und macht einen "Brexit" wahrscheinlicher. Die Immobilienpreise in Großbritannien sind im März um 1,3% im Monatsvergleich gestiegen, wie das Internet-Immobilienportal Rightmove am Montag mitteilte. Im Februar war im Monatsvergleich ein Anstieg um 2,9% verbucht worden.

 

EUR/GBP sieht sich am Hoch vom 25. Februar 2016 bei 0,7928 dem nächsten wichtigen Widerstand gegenüber. Die nächste wichtige Unterstützung liegt am Tief vom 10. März 2016 bei 0,7650.

 

Chartcheck: Devisenpaar des Tages – USD/CHF

 

Rückblick: Der US-Dollar sucht gegenüber dem Schweizer Franken weiter nach Halt. Nach einem Test der Unterstützung bei 0,95 CHF hatte er Ende Oktober zunächst sein altes Hoch bei 0,99 CHF überflügelt und danach problemlos die Paritätsgrenze bis über 1,03 CHF überwunden. Eine deutliche Korrektur ab Anfang Dezember konnte erst im Bereich von 0,98 CHF gestoppt und umgekehrt werden. Danach wiederholte sich die Bewegung bis über 1,02 CHF. Im Februar hatten die Anleger den Schweizer Franken als sicheren Hafen entdeckt, was das Verhältnis im Währungspaar zuungunsten des US-Dollar veränderte. Danach fand der US-Dollar bei 0,97 CHF Halt.

 

Charttechnischer Ausblick: Die Rückkehr zur Paritätsschwelle war im März nur von kurzer Dauer. Inzwischen hat der US-Dollar erneut in den Bereich seines Februar-Tiefs zurückgesetzt.

 

Charttechnischer Ausblick: Die anhaltende Schwäche des US-Dollar hat bei 1,2832 CAD bald den Tiefpunkt vom Oktober erreicht. Damit ergibt sich ein Grund für Trader, um auf eine Wende zu spekulieren.

 

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