Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum    » letztem Posting    » # Postings    » Abrufen    sortieren
53
views

DAX in enger Handelsspanne – US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag

Facebook

4. März 2016 10:22

Der DAX bewegt sich seit gestern in einer recht engen Handelsspanne von nur etwas mehr als 100 Punkten. Das ist nur die Hälfte der durchschnittlichen täglichen Bandbreite von 217 Punkten in den vergangenen zwei Wochen. Die aktuellen Signale von der Konjunkturfront und deren Interpretation in Hinblick auf die zukünftige Geldpolitik sind nicht eindeutig. Die Anleger warten deshalb die neuen Impulse durch die US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag ab. 

Die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftszahlen aus den USA zeigen ein Überschlagen der schwachen Industriedaten auf den bislang resistenten Dienstleistungssektor. Nach wie vor lässt sich die Frage nicht eindeutig beantworten, ob die US-Wirtschaft bereits die Startgeschwindigkeit erreicht hat, um selbsttragend abheben zu können oder ob es ein Fehler der Fed war, die Nase des Fliegers schon anzuheben, indem sie die Leitzinsen im Dezember das erste  Mal seit neun Jahren erhöhte. Mit bloßer Willenskraft wird es jedenfalls nicht möglich sein, die US-Wirtschaft abheben zu lassen – die jüngsten Daten zeigen zwar Wachstum, aber nur eines auf niedrigem Niveau.
 
Die Zweifel drücken sich im Goldpreis aus, der von einer Fluchtbewegung von Kapital profitiert. Weltweit galt lange Zeit die Null bei den Leitzinsen als Grenze nach unten. Nun wollen immer mehr Zentralbanken negative Leitzinsen einführen. Das führt dazu, dass die Zinsen deutscher Bundesanleihen bis zu einer Laufzeit von neun Jahren schon in den negativen Bereich gesunken sind. In den USA erhält man für die zehnjährigen Staatsanleihen allerdings noch 1,9 Prozent und damit fast die zehnfache Rendite deutscher Bundesanleihen. Die Negativzinspolitik der Zentralbanken drückt durch diesen Renditevorteil die Nominalzinsen in den USA nach unten. Da die Inflationsrate in den Staaten recht stabil bleibt, sinken die Realzinsen. Eine Zeit sinkender US-Realzinsen war historisch betrachtet die Zeit, in der Gold am besten abschneiden konnte.






Tags




Disclaimer: Der Börse Express kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Aktien. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des jeweiligen Autors handelt. Diese muss nicht mit der Börse Express-Meinung übereinstimmen, kann dieser sogar entgegengerichtet sein.

Copyright-Hinweis: Das vollständige oder teilweise Übernehmen von Beiträgen auf www.be24.at ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung seitens www.boerse-express.com möglich, lediglich die Linksetzung mit Quellenangabe ist authorisiert, aus den Texten darf nichts kopiert werden. Die Rechte liegen bei www.boerse-express.com bzw. bei den Autoren.

Unsere AGB finden Sie hier.

Sie wollen ebenfalls BElogger werden?
Mail to: office@boerse-express.at
© Styria Börse Express GmbH Impressum

powered by
catalyst catalyst



Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:
Börse Express | foonds.com | Die Presse | ichkoche.at | Kleine Zeitung | typischich.at | willhaben | WirtschaftsBlatt
Schliessen
Als Email versenden