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À bientôt à Roland Garros, Novak!

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29. Januar 2016 10:53

Jeder Hobby-Tennis-Spieler kennt diese Situation: Der Gegner ist stark, keine Frage. Aber unschlagbar ist er nicht. Seine Stärken und Schwächen sind bekannt. Es fehlt nicht viel zum Sieg. Prestige-Erfolge im Training sind keine Seltenheit. Doch dann tritt der Ernstfall ein. Sei es bei der internen Klub-Meisterschaft oder beim Turnier im Nachbarort. Ein leichtes Unwohlsein tritt bereits beim ersten Schritt auf den Platz ein. Beim Einschlagen sind die Hände ungewohnt zittrig. Wie immer, wenn der gefürchtete Angstgegner auf der gegenüberliegenden Seite des Netzes beinahe roboterartig Ball um Ball beinahe fehlerfrei ins Feld zurückspielt. Das Match beginnt.

Der zweite Vorhandschlag landet im Netz. Auch der erste Aufschlag will mal wieder nicht funktionieren. Erste negative Gedanken schwirren durch den Kopf: „Warum klappt es schon wieder nicht gegen diesen Typen?“ Die Nerven versagen. Eineinhalb Stunden später wird beim Shakehands zum Sieg gratuliert und beim anschließenden Bier die neuerliche Niederlage analysiert. „Warum kann ich gegen dich einfach nicht gewinnen?“ Eine Frage, die mit einem - von einem Lächeln untermalten - Schulterzucken beantwortet wird. Als Novak Djokovic und Roger Federer nach ihrem Halbfinale bei den Australian Open in der Umkleide-Kabine aufeinandertrafen, war die Situation wohl eine ähnliche – vom Bier natürlich abgesehen.

Für den Serben war es der bereits vierte Sieg in Folge bei einem Grand-Slam-Turnier gegen den Schweizer Tennis-Maestro. Hinzu kommen drei Final-Siege beim ATP World Tour-Finale in London (inklusive einem Federer-w.o.). Seit dem Wimbledon-Sieg 2012, seinem letzten Major-Titel, hat Federer Djokovic nicht mehr bei einem großen Turnier schlagen können. Dass er es könnte, hat der Eidgenosse mit insgesamt sieben Siegen in diesem Zeitraum allerdings ebenfalls bereits bewiesen. Kann es also für einen Hobby-Spieler einen schöneren Trost geben, als jenen, dass selbst der wohl beste Tennis-Spieler aller Zeiten mit denselben Problemen zu kämpfen hat?

Und vielleicht gibt dieser Gedanke die nötige Lockerheit, dass es dann eben vielleicht beim nächsten Mal klappt. Denn wer aufgibt, hat bekanntlich schon vor dem Match verloren. Ein Motto, das zum Glück auch ein Roger Federer pflegt.

À bientôt à Roland Garros, Novak!





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