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Bergkristall in St. Georgen ist die nächste (große) Hotel-Pleite

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28. Januar 2016 12:11



Das Unternehmen soll aber weitergeführt werden


Über das Vermögen der Hotel Bergkristall GmbH, 3151 St. Georgen am Steinfeld, Trappelstraße 8, wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht St. Pölten eröffnet.

Gegenstand des Unternehmens: Führung des Hotels Wildalpen (Kristallklubhotel), welches über 24 Doppelzimmer und 12 Appartements (insgesamt 80 Betten) verfügt. Weiters wird ein angeschlossenes Restaurant mit 100 Sitzplätzen betrieben. Den vorliegenden Unterlagen ist zu entnehmen, dass 12 Dienstnehmer Forderungen gegen das Unternehmen haben. Ob diese Dienstnehmer allerdings alle noch im Unternehmen beschäftigt sind, ist derzeit nicht bekannt.

Die Gesellschafter waren der Ansicht, dass das im Februar 2012 erworbene Hotel von Anfang an kostendeckend geführt werden kann, was sich jedoch als Fehleinschätzung erwies, da Investitionen von 250.000 Euro zu tätigen waren, die aus dem laufenden Betrieb nicht finanziert werden konnten. Trotz erheblicher Gesellschafterzuschüsse konnte keine konstante Auslastung erreicht werden, sodass die Fixkosten, vor allem für den somit überhöhten Personalstand, nicht mehr verkraftbar waren.

Betroffene Gläubiger: 25
Hauptaktivum ist die Betriebsliegenschaft, die nunmehr durch einen Sachverständigen zu bewerten sein wird.
Die Gesamthöhe der Passiva geht aus den bislang vorliegenden Unterlagen und Informationen nicht hervor. Die Bankverbindlichkeiten belaufen sich auf ca. 470.000 Euro. Hinzu kommen noch Abgabenschulden von ca. 34.000 Euro. Die Höhe der sonstigen Passiva ist noch nicht bekannt. Es wird das Ergebnis der Prüfungstagsatzung abzuwarten sein, um die tatsächlichen Dimensionen des Insolvenzfalles realistisch beurteilen zu können.

Das Unternehmen bietet den Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 20% innerhalb von zwei Jahren ab Annahme an. Dieses Anbot entspricht lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen. Das Unternehmen soll jedenfalls fortgeführt werden, wobei der Betrieb auf einen Saisonbetrieb eingeschränkt werden soll. Ob eine Sanierung aus eigener Kraft möglich sein wird, hat der Masseverwalter nunmehr zu prüfen.

(Quelle: KSV1870)





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