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China wackelt mächtig, Öl stürzt wieder ab, DAX bleibt angeschlagen

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26. Januar 2016 09:33

Panikverkäufe haben die Shanghaier Börse heute Morgen um über sechs Prozent einbrechen lassen. Um dem verlustträchtigen Geschäft zu entgehen, will die chinesische Regierung, dass ihre Stahlkocher zwischen 100 und 150 Millionen Tonnen weniger Stahl herstellen. Das könnte 400.000 Menschen den Job kosten. Man schätzt, dass an jedem Stahlarbeiter zwischen zwei und drei Jobs im Bankensektor hängen. Damit könnte die Gesamtzahl der Stellenverluste auf 1,2 bis 1,6 Millionen wachsen. 

Das ist ein großes Problem für die chinesische Wirtschaft, da es nicht sicher ist, ob die gerade im Aufbau befindlichen sozialen Sicherheitssysteme dieser Belastung standhalten werden. Die Situation in China sieht zunehmend düster aus. Produktionskürzungen wird es vermutlich nicht nur im Stahlsektor geben, sondern auch bei der Kohle und anderen Rohstoffzweigen.
 
Die Wetten auf einen weiter sinkenden Ölpreis haben nie da gewesene Ausmaße angenommen. Die Zahl der Optionen, die dann Geld verdienen, wenn der Preis für die US-Ölsorte WTI unter 25 US-Dollart fällt, ist auf ein Rekordniveau gestiegen. Offenbar glauben nur wenige daran, dass der Boden im Ölpreis schon gefunden ist.
 
Unterdessen ist der Draghi-Effekt am deutschen Aktienmarkt verpufft. Die Beschwichtigungen des EZB-Präsidenten stellen sich im Deutschen Aktienindex als Strohfeuer heraus. Die Volatilität an den Märkten wirft die Frage auf, ob die Notenbank bis März Zeit hat, um ihre laufende Geldpolitik zu überdenken oder ob sie schon früher handeln muss, um einen weiteren Einbruch der Märkte noch verhindern zu können.






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