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DB Morning Daily: Niall Ferguson gibt der EZB "nicht die leiseste Chance"

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26. Januar 2016 08:01



FX Market Outlook


Nach Ansicht des bekannten Wirtschaftshistorikers Niall Ferguson hat die Europäische Zentralbank (EZB) "nicht die leiseste Chance", ihr Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen. Er sieht über Europa einen Sturm aufziehen, der den alten Kontinent in eine Deflation wirbeln werde. Dabei würden gleich drei Kräfte wirken: die sklerotischen Strukturen, die demografische Falle und China. "Alle haben immer geglaubt, dass die Notenbanken allmächtig sind und Inflation nach Belieben produzieren könnten", sagte Ferguson der Zeitung "Welt". Die Bank of Japan sei damit schon gescheitert, die amerikanische Federal Reserve ebenfalls. Und nun ganz offenkundig auch die EZB.

 

Nach Auffassung von Ferguson mangelt es Europa generell an Innovationen. Inflexible Strukturen und die Überregulierung ließen den Kontinent im globalen Wettbewerb weiter zurückfallen. Dabei habe gerade Europa neue Ideen dringend nötig. Die massive Überalterung der Gesellschaft führe zu einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung. Wer da wachsen wolle, brauche viele Innovationen, so Ferguson. China könne Europa nun durch seine Probleme den Rest geben. Die Inflationsrate in der Eurozone lag im Dezember mit 0,2% meilenweit vom EZB-Ziel entfernt. Dies ist zwar zum Teil auf den Ölpreis zurückzuführen, aber auch die langfristigen Inflationserwartungen sind zuletzt auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr gefallen.

 

FX-Quickcheck: EUR/USD

 

In Texas, einem der wirtschaftlich wichtigsten Bundesstaaten der USA, ist die Produktion in den Fabriken im Januar deutlich rückläufig, wie die Texas Manufacturing Outlook Survey zeigt. Der Index fiel um 23 auf -10,2 Punkte und signalisiert damit, dass der Ausstoß schrumpft. Im vierten Quartal 2015 hatte er mit 12,7 Punkten noch einen Anstieg angezeigt. Damals hatte allerdings bereits der Index für Bestellungen einen Rückgang erahnen lassen. Auch dieses Mal befindet sich der Subindex wieder in negativem Territorium und lässt damit nichts Gutes für die Zukunft erwarten. Zudem ist die Kapazitätsauslastung und der Index für den Arbeitsmarkt zurückgegangen.

 

EUR/USD trifft am Tief vom 5. Januar 2016 bei 1,0709 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand findet sich am Hoch vom 15. Dezember 2015 bei 1,1060.

 

FX-Quickcheck: EUR/JPY

 

Die zu Wochenbeginn aus Japan gemeldeten Handelsbilanzzahlen sind schwächer ausgefallen als erwartet. So stieg der Handelsbilanzüberschuss im Dezember saisonbereinigt auf 40,0 Mrd. Yen. Analysten hatten im Konsens jedoch mit 84,2 Mrd. Yen gerechnet, nach einem Handelsbilanzdefizit von 3,3 Mrd. Yen im November. Die Exporte sanken im Berichtszeitraum um 8,0% im Jahresvergleich. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang um 6,8% gerechnet, nach -3,3% im Vormonat. Die Importe brachen auf Jahressicht um 18,0% ein (Konsens -16,4%, nach zuvor -10,2%).

 

EUR/JPY trifft am Tief vom 14. April 2015 bei 126,05 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand lässt sich am Tief vom 27. November 2015 bei 129,62 lokalisieren.

 

FX-Quickcheck: EUR/GBP

 

Der CBI-Report ‘Industrial Trends‘ ist schlechter ausgefallen als erwartet. Der Index, der die Auftragseingänge von Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe misst, fiel im Januar mit -15 Punkten deutlich weiter in den negativen Bereich. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Rückgang auf minus zehn Punkte gerechnet, nach minus sieben Punkten im Vormonat Dezember. Der Subindex zu den Exportaufträgen verschlechterte sich von -18 auf nun -22 Punkte ebenfalls weiter.

 

EUR/GBP sieht sich am Tief vom 5. Januar 2016 bei 0,7310 der nächsten wichtigen Unterstützung gegenüber. Der nächste markante Widerstand liegt am Hoch vom 6. Januar 2015 bei 0,7874.

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