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Das große Spiel ums Öl hält weiter an

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22. Januar 2016 06:55



Die Erholung des Ölpreises lässt weiterhin auf sich warten. Die Preise sind zuletzt auf das Niveau von 2003 gefallen. Zugleich zeigte sich eine unerwartete Konvergenz zwischen den Sorten Brent und WTI.


Entscheidend zum Preisverfall im vergangenen Jahr beigetragen haben drei Faktoren: So konnten zum einen die OPEC-Mitgliedstaaten zum ersten Mal seit über 25 Jahren beliebig viel fördern. Die Weigerung, ein Produktionsziel vorzugeben, verdeutlichte die Dissonanzen innerhalb der Organisation. Zum anderen hielten die Sorgen um die chinesische Konjunktur die Märkte in Atem. Der Ölbedarf des Landes könnte bei 11,5 Millionen Barrel pro Tag (MB/T) stagnieren. Schließlich setzte auch noch die Federal Reserve die lange angekündigte Zinserhöhung um, die den Anstieg des USD deutlich stützte.

Im neuen Jahr dürfte sich der Anstieg des Ölangebots jedoch wieder verlangsamen. Die Maßnahmen der chinesischen Regierung könnten zu einer weichen Landung führen. Auch die Federal Reserve wird möglicherweise nach den enttäuschenden Konjunkturdaten im Dezember mit deutlichen Zinserhöhungen pausieren. Und trotz der Aufhebung der Sanktionen gegenüber Iran dürfte eine weitere Ausweitung des Ölangebots seitens der OPEC deutlich unter der Größenordnung des vergangenen Jahres bleiben, als die Fördermenge um 1,1 MB/T stieg. Zumal das Angebot von Nicht-OPEC-Staaten deutlich zurückgeht, weil die Förderländer außerhalb der OPEC zum aktuellen Marktpreis nicht mehr produzieren können. Neuinvestitionen von über 380 Mrd. USD wurden laut Schätzungen gekippt.

Besonders hart treffen könnte es die US-Schieferölindustrie. Der wichtigste OPEC-Rivale dürfte im nächsten Jahr einbrechen. Die Schieferunternehmen zeigten sich robust und haben unter ihren Kosten gefördert. Jetzt mussten die ersten Unternehmen jedoch Insolvenz anmelden. Weitere Insolvenzen werden trotz Produktivitätsgewinnen nicht ausbleiben. Auf bis zu 1,5 MB/T schätzt die US- Energiebehörde den Rückgang.

Die Begrenzung des Angebotsanstiegs dürfte zumindest langfristig zu einer Ölpreiserholung beitragen.

Anleger müssen bei der aktuell steilen Terminkontraktkurve versuchen, Rollverluste zu vermeiden. Mit den RICI Enhanced Indizes von BNP auf Brent (ISIN: DE000AA1HXV8) oder WTI (ISIN: DE000AA1HXU0) lässt sich der Öl-Preis roll-optimiert abbilden.








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