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Was bringt Industrie 4.0 für den Unternehmenswert?

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20. Januar 2016 15:11



Investoren wollen Zukunftsfähigkeit


Industrie 4.0 ist in aller Munde. Für die einen ist sie der logische nächste Schritt, für die anderen die Gefährdung vieler Arbeitsplätze. „Industrie 4.0 ist die Schicksalsfrage unserer Industrie“, formulierte es der CEO des Weltkonzerns Siemens Joe Kaeser: "Industrie 4.0 ist eine Revolution, die die 2020er-Jahre bestimmen wird." Und so holen Gewerkschafter angesichts der Jobbedrohungspotenzials ihre Forderung der Maschinensteuer aus der Lade.

Aber welche Bedeutung und Auswirkung hat Industrie 4.0 auf Börsenwerte? „Am Anfang kann es sehr viel Geld kosten, den Industrie 4.0-Prozess anzustossen. Das kann den Börsenkurs nach unten ziehen. Aber unter dem Bewertungskriterium ´Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells´, die ja für Börsenkurse eine extrem grosse Rolle spielt - siehe Google oder Apple- das heisst, wenn das Unternehmen prognostizieren und darstellen kann, dass es mit seinen Investitionen in Industrie 4.0 seine gesamte Wertschöpfungskette schlanker, effizienter und besser machen kann, wird sich das natürlich positiv auf den Börsenwert auswirken.“

Das meint Bernhard Storz im Gespräch. Der Inhaber der deutschen Storz Medienfabrik beschäftigte sich mit Industrie 4.0 schon, da war der Begriff noch gar nicht geboren. Bereits vor 7 Jahren hat er für die Uni Stuttgart für die Exzellenzinitiative der deutschen Bundesregierung zur Förderung von Wissenschaft und Forschung das Institut „Simulation Technology“ visualisiert, das damit die Auszeichnung „Cluster of Excellence“ plus Fördermittel gewonnen hat. Auch der Uni-Ableger Arena2036 hat seine Zukunfts-Visualisierung der Automobil-Produktion von Storz und als europäisches Leuchtturmprojekt den Zuschlag zur sofortigen Umsetzung bekommen.

„Konzerne, die nicht mitmachen, die durch fehlende Transparenz Fehlentscheidungen treffen, und da gibt’s noch viele, die werden an Börsenwert verlieren“, so Storz, dessen Industrie 4.0-Visualisierungen auch schon auf der Hannover Industriemesse oder bei ABB und Daimler im Einsatz waren. Sein Fazit: Mag sein, dass es Kursdämpfer gibt, wenn man in die Kosten für Industrie 4.0 einsteigt, aber über kurz oder lang wird nichts daran vorbei führen und Industrie 4.0 „wird sich für den Aktienwert sicherlich positiv auswirken.“

Wobei man da -auch als Anleger- langfristig denken muss. Denn „erste Schritte Richtung Industrie 4.0 kann man sehr schnell machen, de facto von heute auf morgen. Aber bis tatsächlich ein komplettes Konzernsystem auf Industrie 4.0-Standard läuft, dauert das schon mindestens 10 - 20 Jahre“, meint der Stuttgarter Fachmann und Speaker Storz. Dafür komme es darauf an, wie hoch man den Automatisierungsgrad und den Integrationsgrad der Datenverarbeitung ziehen möchte. Was die Unternehmensstrategie betrifft, empfiehlt Storz, kleine Schritte zu definieren und konsequent anzugehen, aber „das grosse Ziel zu begreifen und vorzugeben“. Denn die Erfahrung zeige: „Ohne grosses Unternehmensziel, ohne Vision funktioniert's gar nicht! Das heisst, ich brauche das grosse Ziel, um die kleinen Schritte machen zu können.“

Und nicht zu vergessen: "Die Vereinfachung der Arbeit für den Menschen und die digitale Transparenz führen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit." Auch ein Kurstreiber...

Mehr hier: http://vicem-mediasolutions.eu/film-inter...






Industrie 4.0 in Diskussion. v.l.n.r.: Bernhard Storz (Inhaber Storz Medienfabrik GmbH), Brigitte Perl (management club Salzburg-Geschäftsführerin), Christian Gery (Lineosan)
Industrie 4.0 in Diskussion. v.l.n.r.: Bernhard Storz (Inhaber Storz Medienfabrik GmbH), Brigitte Perl (management club Salzburg-Geschäftsführerin), Christian Gery (Lineosan)

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