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Großpleite für Elektro Margreiter in Wörgl

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19. Januar 2016 11:34



Mehr als 2 Dutzend Mitarbeiter sind betroffen


Über das Vermögen der Elektro Margreiter Gesellschaft m.b.H., 6300 Wörgl, Zauberwinklweg 7, wurde ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beim Landesgericht Innsbruck eröffnet.

Gegenstand des Unternehmens: Elektroinstallationsgewerbe sowie der Einzelhandel mit Elektrogeräten
Gesellschafter: Karl, Maria und Katrin Margreiter
Geschäftsführer: Karl Margreiter
27 betroffene Dienstnehmer, rund 100 betroffene Gläubiger
Passiva rund 2,4 Mio. Euro, davon unbesichert rund 1,5 Mio. Euro
Angebotener Sanierungsplan: 30%, zahlbar in 2 Jahren

Allgemein bekannt ist, dass im Elektrobereich ein starker Wettbewerb herrscht. Unternehmen, welche auf Kostenseite nicht äußerst schlank aufgestellt sind, können am Markt längerfristig nicht mehr reüssieren. Insbesondere der Bereich Elektrohandel befindet sich derzeit in einem Umbruch, da auch in diesem Segment der Trend zum Onlineeinkauf bei den Kunden sehr stark ausgeprägt ist.

Die Firmenhistorie der Schuldnerin geht bis ins Jahr 1932 zurück. Die nunmehr insolvente Gesellschaft besteht in ihrer jetzigen Form seit 1988. Das Unternehmen führt in den Antragsunterlagen aus, dass aufgrund von Schwierigkeiten mit altgedienten Mitarbeitern, welche einen großen Vertrauensvorschuss von der Geschäftsführung erhielten, langjährige – und sehr gute - Kunden verloren wurden. Zwischenzeitlich habe man sich von diesen Mitarbeitern getrennt, wobei dies mit einer hohen Kostenbelastung verbunden gewesen sei.

Dieses Sanierungsverfahren kommt nicht überraschend, da die Bilanzen der letzten Jahre bereits ein negatives Eigenkapital ausgewiesen haben. Entsprechende Restrukturierungsschritte wurden von der Geschäftsführung in den letzten Monaten gesetzt, wobei diese erst mittelfristig wirksam werden. In den letzten Jahren wurden operative Verluste eingefahren, woran deutlich erkennbar ist, dass die Kosten-Erlös-Struktur im schuldnerischen Unternehmen nicht stimmig war. Dementsprechend dürfte auch die Liquiditätssituation im schuldnerischen Betrieb angespannt gewesen sein. Lt. Insolvenzantrag ist es in den letzten Monaten wieder gelungen, Neukunden zu gewinnen. Auch das Service für die bestehenden Altkunden konnte aufgrund einer wieder sehr homogenen Belegschaft verbessert werden.

Zur Sanierungsverwalterin wurde Bettina Presl, Rechtsanwältin in Fügen, bestellt. Die erste Prüfungs- und Sanierungsplantagsatzung wurde mit 16. 3. festgelegt. Die Berichtstagsatzung findet am 3. 2. statt.

(Quelle: KSV1870)





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