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DB Morning Daily: Der Schweizer Franken und der US-Dollar

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11. Januar 2016 08:23



FX Market Outlook


Der Wechselkurs des Schweizer Frankens zum US-Dollar legte zum Wochenschluss im Verbund mit den Gewinnen des US-Dollars auf breiterer Basis zu. Die Verbraucherpreise in der Schweiz sind im Dezember mit einem Rückgang um 0,4% im Monatsvergleich stärker gefallen als erwartet. Analysten hatten im Konsens mit einem Rückgang um lediglich 0,2% gerechnet, nach einem Minus von 0,1% im November. Auf Jahressicht ergibt sich aktuell ein Rückgang um 1,3%, nach -1,4% einen Monat zuvor.

Einen Reinfall erlebte die Schweizerische Nationalbank durch Devisenspekulationen. Sie muss für das Geschäftsjahr 2015 nach vorläufigen Berechnungen einen Verlust von 23 Mrd. Franken verbuchen. Verantwortlich für den Verlust war in erste Linie die Aufwertung des Franken gegenüber dem Euro, die zu Bewertungsverlusten bei den Fremdwährungspositionen in Höhe von 20 Mrd. Franken führte. Im Januar 2015 hatte die SNB den Mindestkurs des Franken zum Euro überraschend aufgehoben. Da die SNB rund 560 Mrd. Franken in Fremdwährungspositionen angelegt hat, führte die Aufwertung des Franken zu dramatischen Buchverlusten bei der SNB. Um eine zu starke Aufwertung ihrer Währung zu verhindern, hatte die SNB in den vergangenen Jahren gigantische Devisenreserven angehäuft, die sich zuletzt auf rund 560 Mrd. Franken beliefen. Die Schweizer Nationalbank will auch 2016 an den Negativzinsen festhalten: Man brauche eine Zinsdifferenz zum Euro.

 

FX-Quickcheck: EUR/USD

 

Die amerikanischen Verbraucher haben wieder mehr Geld in der Tasche und das zeigt sich in ihrem Konsumverhalten. Die Verbraucherkredite sind in den USA im November im Monatsvergleich um 14,0 Mrd. Dollar gestiegen. Experten hatten allerdings ein Plus von 18,7 Mrd. Dollar vorausgesagt. Im Monat davor hatte der Anstieg bei 15,6 Mrd. Dollar gelegen, revidiert von 16,0 Mrd. Dollar. Verbraucherkredite werden als Messlatte der Konsumbereitschaft privater Verbraucher gesehen. Sie zeigen, ob Finanzdienstleister bereit sind Kredite zu vergeben und Verbraucher ihre aktuelle finanzielle Situation als stabil einschätzen.

EUR/USD trifft am Tief vom 13. März 2015 bei 1,0459 auf die nächste markante Unterstützung. Der nächste wichtige Widerstand oberhalb des Hochs vom 28. Oktober 2015 bei 1,1096 findet sich am Hoch vom 15. Oktober 2015 bei 1,1495.

 

FX-Quickcheck: EUR/JPY

 

In Japan haben sich die wirtschaftlichen Aussichten im November wie erwartet leicht eingetrübt. Der Index der Frühindikatoren sank von 104,2 Punkten im Vormonat auf 103,9 Punkte, wie die japanische Regierung mitteilte. Volkswirte hatten im Mittel ebenfalls mit einem Rückgang um 0,3 Punkte gerechnet. Der Index der Frühindikatoren wird aus insgesamt 11 wirtschaftlichen Einzelindikatoren berechnet. Der sogenannte gleichlaufende Index, der die aktuelle wirtschaftliche Situation abbilden soll, legte von 113,3 Punkten im Vormonat auf 111,6 Punkte im November ab.

EUR/JPY trifft am Tief vom 14. April 2015 bei 126,05 auf die nächste wichtige Unterstützung. Der nächste markante Widerstand lässt sich am Hoch vom 4. Dezember 2015 bei 134,59 lokalisieren.

 

FX-Quickcheck: EUR/GBP

 

Die Handelsbilanz Großbritanniens weist für November weiterhin ein Defizit aus, dieses verringerte sich jedoch um 0,3 Mrd. auf 3,17 Mrd. Britische Pfund. Als Grund führen Experten die fallenden Ölpreise an, die die Kosten für Energieimporte verringerten. Sorgen bereitet ein Rückgang der Exporte in die Länder der Europäischen Union. Sie sanken um 1,7 Mrd. auf 11,1 Mrd. Pfund, während die Importe aus EU-Ländern weiter zulegten. Volkswirte warnen, dass die Entwicklung einen dämpfenden Effekt auf das Wirtschaftswachstum in Großbritannien haben wird.

EUR/GBP sieht sich am Tief vom 7. Dezember 2015 bei 0,7161 der nächsten wichtigen Unterstützung gegenüber. Der nächste markante Widerstand liegt am Hoch vom 3. Februar 2015 bei 0,7592.

 

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