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Warum die Weltfußballer-Wahl wertlos ist

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8. Januar 2016 11:55

Jedes Jahr dasselbe Spielchen.

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo streiten sich um den Ballon d’Or. Ein dritter Statist, diesmal ist es Neymar, darf auch noch bei der Endausscheidung mitmachen.

Letztlich jubeln die Fanboys des einen großen Superstars, während die Fanboys des anderen heftige Kritik üben. In den folgenden Monaten geht die Sache von vorne los.

Der Hype, der dabei um die Auszeichnung zum Weltfußballer gemacht wird, ist völlig unberechtigt. Denn rein sportlich gesehen hat die Wahl überhaupt keine Relevanz. Die Schuld dafür trägt der Vergabemodus.

Dieser gleicht einer Farce, seitdem die FIFA die von „France Football“ durchgeführte Wahl zu „Europas Fußballer des Jahres“ im Jahr 2010 geschluckt hat. In seinem Größenwahn verwechselt sich der Weltverband seit jeher mit der UNO. Deswegen darf jedes einzelne Mitgliedsland drei Stimmen abgeben.

Sportliche Leistungskriterien rücken in den Hintergrund. Gewählt werden die populärsten Marken. Das sind nun mal mit Abstand Messi und Ronaldo, obwohl Neymar mittlerweile auf einem guten Weg ist, anzuschließen. Weniger gut vermarktete Profis haben keine Chance, wie in etwa Wesley Sneijders Ausbootung bei der Wahl 2010 beweist.

Gleichzeitig hat sich die Auszeichnung in den letzten Jahren immer mehr zu einer Sympathie-Wahl entwickelt. Erstens, weil die konstant überragenden Leistungen der beiden Superstars sowieso kaum eine Reihung zulassen. Andererseits aber auch, weil die wahlberechtigten Nationalteam-Kapitäne und -Trainer jeweils ihre eigenen Landsmänner oder Mannschaftskollegen wählen.

Man kann es den Wählern aber kaum verdenken. Auch sie sind sich dessen bewusst, dass ihre einzelne Stimme bei mehr als 600 Wahlberechtigten kaum ins Gewicht fällt.

Klar, der Sport braucht immer seine Helden und Sieger. Deswegen erfreut sich die Weltfußballer-Wahl auch so großer Popularität. Trotzdem sollten Spieler und Medien anfangen, diese Auszeichnung weniger wichtig zu nehmen.






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