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Warum es im DAX 2016 nicht weniger spannender zugeht als 2015

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6. Januar 2016 09:01

Nachdem die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank (EZB) zum Ende des vergangenen Jahres 2015 für klare Verhältnisse gesorgt hatten, dürften Anleger am deutschen Aktienmarkt nun auch auf einen guten Start in das Börsenjahr 2016 hoffen.

 

Die überraschende Aufgabe des Franken-Mindestkurses gegenüber dem Euro durch die Schweizerische Nationalbank, EZB-Anleihenkäufe, eine Korrektur an den chinesischen Aktienmärkten und die dortigen Wachstumssorgen sowie die Unsicherheit über den Zeitpunkt der Leitzinserhöhung der Fed - das waren nur einige Aspekte, die zu einem turbulenten Börsenjahr 2015 beigetragen hatten. Im DAX sorgten diese für teilweise deutliche Ausschläge. Auf ein neues Allzeithoch im Frühjahr folgten ein schwächerer Sommer und Herbst, während sich der deutsche Aktienindex dann doch zum Jahresende noch einmal erholen konnte. Das Jahr 2016 verspricht augenscheinlich nicht weniger spannend zu werden!

 

Schließlich hat die Fed gerade erst damit begonnen, ihre Geldpolitik wieder zu normalisieren. Am 16. Dezember 2015 waren die US-Leitzinsen erstmals seit fast zehn Jahren wieder angehoben worden. Ganze sieben Jahren lang lagen sie auf ihrem Rekordtief bei 0,00 bis 0,25 Prozent. In einem ersten Schritt ging es nun um 25 Basispunkte auf 0,25 bis 0,50 Prozent.

 

Diese Zinserhöhung dürfte der Startschuss für das Ende der Krisenpolitik der vergangenen Jahre gewesen sein. Auch wenn Janet Yellen und ihre Kollegen bei der Normalisierung vorsichtig vorgehen wollen, dürften im kommenden Jahr weitere Zinnerhöhungen folgen. Für Investoren gilt es sich nun auf eine neue Situation einzustellen - es war ja auch der lockeren Geldpolitik der Fed zu verdanken, dass sich wichtige Indizes wie der DAX, Dow Jones oder S&P 500 in den vergangenen Jahren so gut entwickeln konnten.

 

Während die Fed ihre Geldpolitik in 2016 weiter straffen könnte, hatte die EZB ihre Geldpolitik am 3. Dezember mithilfe einer Senkung des Einlagenzinssatzes von minus 0,2 auf minus 0,3 Prozent und der Verlängerung ihres Anleihenkaufprogramms um ein halbes Jahr bis März 2017 gelockert. Allerdings war an den Reaktionen der Marktteilnehmer und den deutlichen Kursverlusten im DAX zu sehen, dass sich Anleger rigorosere Maßnahmen im Kampf gegen die schwache Inflation im Euroraum gewünscht hatten. Möglicherweise schaffen es EZB-Chef Mario Draghi & Co in diesem Jahr die Erwartungen zu erfüllen, wie sie es zum Beispiel Anfang 2015 mit dem Beginn der Anleihenkäufe geschafft hatten.

 

Auch wenn sich Investoren angesichts der in ihren Augen zu zaghaften Bemühungen der EZB im Kampf gegen die schwache Inflation im Dezember enttäuscht gezeigt hatten, hat ihnen die Fed gewissermaßen einen Gefallen getan. Dabei dürfte die sich in unterschiedliche Richtungen bewegende Geldpolitik der beiden wichtigsten Notenbanken der Welt zu einer weiteren Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro führen. Ein schwacher Euro kommt wiederum exportorientierten Unternehmen und damit ihren Aktienkursen zugute. Und im DAX sind einige davon zu finden.

 

Aus diesem Grund konnte 2015 häufig eine negative Korrelation zwischen Eurokurs und dem DAX beobachtet werden. Wenn es für die Gemeinschaftswährung nach unten ging, waren das häufig gute Nachrichten für den DAX. Ein stärkerer Euro hatte wiederum die entgegengesetzte Wirkung. In 2016 könnte das Spielchen von neuem beginnen.

 

Spekulative Anleger, die steigende DAX-Notierungen erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN XM3FGF) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,68, die Knock-Out-Schwelle bei 7.640,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM3FMY), aktueller Hebel 3,75; Knock-Out-Schwelle bei 12.810 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

 

Stand: 05.01.2016

 

© Deutsche Bank AG 2015

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