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Start-up: Experten geben Tipps

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3. Dezember 2015 12:42

Runtastic hat es vorgemacht. 2009 in Oberösterreich gegründet, wurde die Softwareschmiede heuer um 220 Millionen Euro an Adidas verkauft. Doch leider sind solche Erfolgsgeschichten in Österreich, in der Schweiz und in Liechtenstein (noch) Einzelfälle. Von den laut einer Studie der WKO im Jahr 2013 gegründeten 638 Start-up´s bleiben die meistern weit hinter den Erwartungen zurück. Weder Wien noch Vaduz oder Zürich zählen zu den Top 20 Hotspots der Gründerszene weltweit.

Österreichs Wirtschaft benötigt dringend neue Impulse durch Start-up´s. Doch die lassen leider auf sich warten. Auf Einladung der Schweizer Handelskammer diskutierte im Novomatic Forum in Wien eine hochkarätige Expertenrunde darüber, wie man Jungunternehmen auch bei uns „zum Fliegen" bringen könnte. Am Podium: Whatchado-Gründer Ali Mahlodji, Venturelab Schweiz-Geschäftsleiter Simon May, Investorin Marie-Hélène Ametsreiter, EY-Rechtsexperte Wolfgang Eigner und der Schweizer Business Angel Christian Wenger.

Doch warum fällt es gerade uns so schwer, Jungunternehmern Flügel zu verleihen? Laut Whatchado-Gründer Ali Mahlodji scheitern in Österreich viele an ihren eigene Hemmschwellen im Kopf und an den guten Ratschlägen der Experten. „Man darf nicht auf ein Startsignal warten, sondern muss es einfach tun und sich trauen, Fehler zu machen. Man muss auch die Fähigkeit haben, sich zu blamieren. Als Gründer musst du aus Dreck Gold machen können. Das ist wie bei einem Jahrmarkspieler. Du musst immer eine Lösung finden und nicht Ausreden suchen, warum etwas nicht geht, sondern es einfach umsetzen. Wenn du es nicht probierst, weißt du auch nicht, ob`s funktioniert."

Der Sprung ins kalte Wasser ist auch für Venturelab Schweiz-Geschäftsleiter Simon May der schnellste Weg ins Jungunternehmertum. „Man sollte vorher in großen Unternehmen arbeiten, um Erfahrungen und Geld zu sammeln. Nach ein paar Jahren kommt dann der große Frust. Diese frustrierten Manager sind gut für die Start-up-Szene. Die ziehen ihre Anzüge aus und gründen in Jeans ein Unternehmen."

Nicht viel Zeit sollten sich Jungunternehmer laut EY-Rechtsexperten Wolfgang Eigner bei der Wahl ihrer Rechtsform lassen. „Das österreichische Arbeitsrecht ist ein einziger Unfall und eine Spielwiese für Anwälte. Die Regelungen sind so hirnrissig, dass es schmerzt. Das Erste, was ein Gründer überlegen sollte, ist, in welcher Rechtsform er sein Unternehmen aufsetzt. Viele arbeiten einfach drauflos und stoßen dann plötzlich auf Probleme, wie sie z.B. den Gewinn aufteilen, Patente schützen. Dazu kommt ein Paragraphendschungel, der von Behörden in Österreich oft sehr streng exekutiert wird.







Diskutierten im Novomatic Forum (v.l.): Christian Wenger Simon May Marie-Hélène Ametsreiter Ali Mahlodji Wolfgang Eigner
Diskutierten im Novomatic Forum (v.l.): Christian Wenger Simon May Marie-Hélène Ametsreiter Ali Mahlodji Wolfgang Eigner

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Business Angel: Rudi Semrad (li.) mit Stephan Ottrubay
Business Angel: Rudi Semrad (li.) mit Stephan Ottrubay

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Banker: Rene Alfons Haiden (l.) und Herbert Stepic
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Erich Hüttmair, Malgorzata Werpachowska, Dominik Fischer und Till Oberhummer (v.l.) beim Apéro riche
Erich Hüttmair, Malgorzata Werpachowska, Dominik Fischer und Till Oberhummer (v.l.) beim Apéro riche

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Urs Weber (Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein) begrüßt Herbert Stepic (Senior Advisor to the Board Raiffeisen Bank International)
Urs Weber (Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein) begrüßt Herbert Stepic (Senior Advisor to the Board Raiffeisen Bank International)

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