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Barclays – Deutlicher Anstieg chinesischer Goldimporte bis 2020 erwartet

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3. September 2015 10:45

Die Analysten von Barclays erwarten, dass die chinesischen Goldimporte in den kommenden Jahren schneller wachsen werden als die Einfuhren der meisten anderen Rohstoffe. China ist einer der größten Rohstoffkonsumenten weltweit und beeinflusst so die Preisentwicklung erheblich.



Nach Ansicht von Barclays dürfte die Hinwendung des Landes zu „grüner Energie“ und einer konsumorientierten Wirtschaft die Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen steigen lassen. Am stärksten dürfte den Experten zufolge unter anderem Kaffee profitieren. Barclays prognostiziert, dass die chinesischen Kaffeeimporte bis 2020 mit dem Dreifachen der Wachstumsrate der vergangenen fünf Jahre steigen könnten. Auch Erdgas, Mais, Silber, Gold und Palladium dürften ihrer Ansicht nach ein schnell steigendes Importwachstum erfahren.



Gleichzeitig geht die Bank davon aus, dass die zukünftige Wachstumsrate für Buntmetalle, die im produzierenden Gewerbe und im Infrastrukturbereich eingesetzt werden, sinken wird.



Barclays geht davon aus, dass die Goldnachfrage Chinas von 2014 bis 2020 um rund 7,5% pro Jahr steigen wird. Das werde auf steigende Realeinkommen und den damit einhergehenden Schmuckkonsum sowie die Investmentnachfrage und die anhaltenden Käufe der chinesischen Zentralbank zurückzuführen sein.



Darüber hinaus gehen die Analysten davon aus, dass die Goldproduktion Chinas an ihre Grenzen stößt und so eine sich ausweitende Lücke zwischen dem Angebot aus China und der dortigen Nachfrage entsteht – was eben höhere Importe notwendig mache. Barclays erwartet zwar, dass die Goldproduktion in der Volksrepublik weiter steigt, allerdings mit einer Rate von nur noch 4% in den kommenden fünf Jahren.



Damit würde China 2020 rund 570 Tonnen Gold fördern, so Barclays, doch würde der Importbedarf gleichzeitig von 511 Tonnen im Jahr 2014 auf 912 Tonnen 2020 steigen, was einen Anstieg von fast 80% darstelle. Als Grund für das schwächere Produktionswachstum in China führen die Experten die begrenzten einheimischen Vorkommen an.



Peking schätzt die Minenreserven auf 8.000 bis 9.000 Tonnen Gold, während die U.S. Geological Survey sie mit nur 1.900 Tonnen angibt, führte Barclays weiter aus. Auf jeden Fall produziere China mit einer hohen Rate gegen seine Reserven. Die Jahresproduktion liege 70% höher als in Australien, dem Land mit den höchsten Reserven.



Barclays geht zudem von einem stetigen Anstieg der Silberimporte nach China von durchschnittlich 7,3% pro Jahr in den kommenden Jahren aus. Zwischen 2008 und 2014 hatte die Wachstumsrate bei 7,8% gelegen.



Silber wird in China hauptsächlich als Beiprodukt von Blei- und Zinkminen gewonnen. Da deren Produktionswachstum den Analysten zufolge auf 2,8 bis 3% pro Jahr zurückgehen dürfte, sollte die Silberproduktion Barclays zufolge zwischen 2014 und 2020 auf 3% pro Jahr sinken, während ein Anstieg der Silbernachfrage von 4,6% pro Jahr zu erwarten sei. Allerdings lag diese zwischen 2008 und 2014 bei 6% pro Jahr.



Barclays prognostiziert zudem, dass die Nachfrage Chinas nach Palladium und Platin zwischen 2015 und 2020 um 5,2 bzw. 2,9% pro Jahr steigen wird. Die Volksrepublik produziert nur wenig dieser Metalle. Der weitaus größte Teil der globalen Produktion kommt aus Südafrika und Russland.



Die Palladiumnachfrage in China werde vor allem durch die Automobilnachfrage getrieben, so die Bank, sodass mit einem weiteren Anstieg zu rechnen sei, da man von einem weiteren Wachstum der Automobilverkäufe ausgehe und die Regierung verschärfte Umweltstandards einführe, sodass die Nachfrage nach Palladium zum Einsatz in Katalysatoren steigen sollte. Die Platinnachfrage hieß es weiter, werde sowohl von der Automobil- als auch der Schmucknachfrage angetrieben.





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