Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum    » letztem Posting    » # Postings    » Abrufen    sortieren

Die Einmischung der Politik ist das größte Übel des österreichischen Fußballs

Facebook

4. November 2014 12:11

Landeshauptleute und ihre Fußball-Klubs. Dafür gibt es im Süden Österreichs ein mahnendes Negativ-Beispiel.

Jörg Haider hat gleich zwei Klubs aus Klagenfurt in den Ruin geführt. Zunächst den FC Kärnten, nach dessen Konkurs auch Austria Kärnten. Abfallprodukt dieser Megalomanie ist ein mit Steuergeldern finanziertes Stadion, das nun nur noch sporadisch genutzt wird.

In St. Pölten geht Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll einen vorsichtigeren Weg. Auch er forciert einen Fußball-Klub, der zum Aushängeschild des Bundeslands werden soll. Dabei setzte die Landesregierung bisher auf eine langsame und nachhaltige Entwicklung. Nach dem Aufstieg in die Erste Liga vor sechs Jahren wurde die Mannschaft, gespeist aus Talenten der Fußballakademie St. Pölten, behutsam verstärkt. Dazu wurde mit der Fertigstellung der NV Arena im Jahr 2012 eine Bundesliga-würdige Infrastruktur geschaffen.

Nun scheint es den Vereinsbossen des SKN aber nicht schnell genug zu gehen. Der Aufstieg in die erste Spielklasse soll endlich realisiert werden. Deswegen scheint die Politik selbst in die sportlichen Angelegenheiten eingegriffen zu haben. Alte, verdiente Kräfte wie Sportdirektor Christoph Brunnauer mussten gehen. Stattdessen wurde mit Frenkie Schinkels ein Zeitungskolumnist geholt, der als Günstling des Landeshauptmanns gilt sowie als Testimonial für Hauptsponsor Hypo Niederösterreich arbeitet.

Das riecht förmlich nach einer Anstellung auf Basis von Vitamin B.
Schon Ernst Happel beteuerte bei seinem Engagement als ÖFB-Teamchef 1991, die Einmischung der Politik in den Fußball sei das größte Übel des österreichischen Fußballs. In St. Pölten sollte man sich die Worte des großen Trainers zu Herzen nehmen. Neo-General-Manager Blumauer hat die richtigen Ideen. Ihn gilt es in Ruhe arbeiten zu lassen. Anstellungen müssen auf Grundlage eines Anforderungsprofils getroffen werden, nicht wegen bester Beziehungen zum Hauptsponsor.
Ansonsten muss St. Pölten noch länger auf den lang ersehnten Aufstieg warten. Die beiden Konkurs-Vereine aus Klagenfurt sollten ein warnendes Beispiel sein.





Tags




Disclaimer: Der Börse Express kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Aktien. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des jeweiligen Autors handelt. Diese muss nicht mit der Börse Express-Meinung übereinstimmen, kann dieser sogar entgegengerichtet sein.

Copyright-Hinweis: Das vollständige oder teilweise Übernehmen von Beiträgen auf www.be24.at ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung seitens www.boerse-express.com möglich, lediglich die Linksetzung mit Quellenangabe ist authorisiert, aus den Texten darf nichts kopiert werden. Die Rechte liegen bei www.boerse-express.com bzw. bei den Autoren.

Unsere AGB finden Sie hier.

Sie wollen ebenfalls BElogger werden?
Mail to: office@boerse-express.at
© Börse Express GmbH Impressum

powered by
catalyst catalyst

Schliessen
Als Email versenden