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US-Kongresswahlen - mögliche Auswirkungen an der Börse

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4. November 2014 10:19

aus dem BE
In den USA werden heute die sogenannten midterm elections abgehalten, dabei werden das gesamte Repräsentantenhaus, ein Drittel des Senats und einige Gouverneure neu gewählt.

Die Republikaner haben, sechs Jahre nach Obamas Amtsantritt, eine realistische Chance, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zumindest zu verteidigen, eventuell sogar auszubauen, und im Senat eine solche zu erringen. Das würde die Zusammenarbeit zwischen Kongress und Weißem Haus, die schon jetzt eher schlecht läuft, weiter behindern.

Da ein Sieg der Republikaner zwar keineswegs feststeht, aber vielfach prognostiziert (und vom Markt auch erwartet) wird, geht es heute u. a. auch um die Frage, ob sich einer der republikanischen Kandidaten als möglicher Front Runner für die nächste Präsidentenwahl in 2016 empfiehlt - wobei hier die Chancen eher schlecht stehen, der allgemeine Eindruck dazu ist eher "nein".

In einigen Staaten ist das Rennen um den Senat sehr knapp, hier könnten Stichwahlen drohen. Immer wieder genannt werden in dem Zusammenhang Louisiana und Georgia, wobei eine eventuelle Stichwahl in LA am 6. Dez., in GA erst im Jänner stattfinden würde. Beides könnte den Markt belasten, da lange Phasen der Unsicherheit schlecht sind. Allerdings wäre es nicht zu vergleichen mit dem Florida Recount (Neuauszählung) des Jahres 2000, die Bush jun. seinen ersten Wahlsieg bescherte.

Generell ist die Wahl an der Börse diesmal nicht das große Thema, da sie wohl kaum dramatische Veränderungen bringen wird. Einige Sektoren könnten aber sehr wohl profitieren oder leiden, je nach Ausgang.

Jene Sektoren, die traditionell mit den Republikanern assoziiert werden, wie z. B. Öl und Rüstung, standen zuletzt unter Druck. Der fallende Ölpreis hat den Werten massiv zugesetzt, da ist es fraglich, ob eine politische Veränderung in Washington viel bewirken würde. Rüstung steht nach den zwei schweren Unfällen im All in der letzten Woche verstärkt unter Beobachtung. Allerdings könnten die Budgetkürzungen, die dem Sektor in den letzten drei Jahren zugesetzt haben, mit einer republikanischen Mehrheit eventuell etwas gelockert werden. Ein Sektor, der von den Republikanern profitieren könnte, aber generell eher unbeliebt ist, sind Kohle-Aktien (Stichwort Umwelt-Sünder).

Sollten die Demokraten doch verhindern können, dass die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern erringen, könnten Infrastruktur, Spitalsbetreiber (Obamacare!) und alternative Energien profitieren.

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