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Die Räumung der "Pizzeria Anarchia" hat 870.000 Euro gekostet

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9. Oktober 2014 14:33

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1454 Polizisten waren rund um das Haus in der Wiener Mühlfeldgasse aktiv


Nach der Räumung der besetzten „Pizzeria Anarchia“ in der Leopoldstadt stehen nun die Kosten fest. Der Einsatz kostete 870.000 Euro, geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung hervor. Bei der Räumung im besetzten Haus in der Mühlfeldgasse standen exakt 1.454 Polizisten im Dienst, so Innenministerin Johanna Mikl-Leitner in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Peter Pilz. „Im Aktionszeitraum selbst waren im Durchschnitt 400 Beamte im Einsatz.“

Auf die Frage des Grünen Parlamentariers, wie viele Polizisten schlussendlich „auf einen Punk“ kommen würden, schreibt die Innenministerin: „Im Einsatzzeitraum Mühlfeldgasse waren mehr als 100 polizeifremde Personen anwesend. Eine explizite Unterscheidung, welche Personen konkret als ‚Punk‘ zu bezeichnen wären, kann nicht getroffen werden.“ Ob die beiden Hausbesitzer, denen Spekulationsabsichten vorgeworfen wird, für den kostenintensiven Einsatz aufkommen werden müssen, ist noch offen. Jedoch wurde eine „diesbezügliche Prüfung zwischenzeitlich eingeleitet“, erklärte Mikl-Leitner. Die Wiener SPÖ hält es für denkbar, dass die Hauseigentümer für die Kosten der umstrittenen polizeilichen Räumung zur Kasse gebeten werden können.

Hintergrund des Polizeieinsatzes Ende Juli war ein rechtskräftiges Urteil über die Räumung des Hauses Mühlfeldgasse 12. Die Pizzeria Anarchia war zweieinhalb Jahre lang von Punks besetzt. Ihnen war von den Hauseigentümern selbst angeboten worden, gratis für ein halbes Jahr einzuziehen. Vermutetes Ziel: Sie sollten die letzten Mieter des Hauses hinausekeln, um die Liegenschaft gewinnbringend zu verwerten - die Hauseigentümer wiesen diese Vorwürfe zurück.

Die Aktivisten verschanzten sich im Haus und leisteten mit massiven Barrikaden Widerstand gegen die Räumung. So warfen sie Farbbeutel, faule Eier, Fäkalien und Flaschen auf die Polizisten. Ein Großaufgebot an Beamten, ein Räumpanzer und Hubschrauber waren im Einsatz. Nach stundenlangem langsamen Weiterkommen konnte die Exekutive schließlich Schritt für Schritt bis in das letzte Stockwerk vordringen.





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  • 2014-10-09 17:26:12
    tukan

    Im Nachhinein ...

    ... lässt sich natürlich immer gut kritisieren.

    Aber: Was hätte man für die "Punks" um 870.000 Euro erreicht?
    Eine andere, bessere Bleibe, natürlich auch mit Pizzaofen, viel viel günstiger. Aber wir sehen in den Nachrichten derzeit so viel Krieg und Gewalt als Problemlösungsmittel - das muss doch auch für Wien passen, oder?


    Und ein Vorschlag: Diese außer Rand und Band geratene, unverhältnismäßige Polizeiaktion sollte sich ein Untersuchungsausschuss vornehmen und Verantwortliche herausfiltern.

    Tukan

    antworten

  • 2014-10-09 18:18:08
    stoneage40

    Im Nachhinein ...

    Eine private Security Firma, hätte es mit 100 Mann gemacht und die Kosten wären unter 100000€
    Aber interessant wäre es schon zu wissen, warum diese exorbitante Anzahl von Beamten

    antworten

  • 2014-10-14 18:20:34
    Otto Normalinvestor

    Re(1): Im Nachhinein ...

    Ich ahne es, was schuld dran ist: die Aktivisten haben im Internet um Hilfe bei Gesinnungsfreunden aus Deutschland ersucht.

    Aber sie hätten wissen müssen (und auch Innenministerium und Polizei hätte es ahnen können), dass diese gewaltbereiten Anarchisten aus Deutschland wohl gerne kommen, wenn sie wo sinnlos zerstören können. Aber mal was Sinnvolles, Menschenfreundliches unternehmen? Nein, das ist nicht ihres.

    Und die anderen Punks, z.B. die domestizierten Punks im 15.Bezirk? Die rührn keinen Finger für die Punksolidarität. Warum? Weil die Mühlfeldgassler mit ihrer Pizzabäckerei gegen die ehernen Punkregeln verstoßen haben: Jo nix hackeln!

    antworten


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