Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum    » letztem Posting    » # Postings    » Abrufen    sortieren
278
views

Gemischte Gefühle am Nova Rock

Facebook

28. Juni 2007 15:38



Wo die Pumpkins über die eigene Arroganz stolpern, zeigen Pearl Jam Größe


Die Festivalsaison wurde vergangenes Wochenende mit dem Nova Rock erfolgreich eingeläutet und man darf sich schon einiges für die kommenden Events erhoffen, denn zumindest organisationstechnisch haben sich die Veranstalter im Vergleich zu den Vorjahren nichts vorzuwerfen. Das gemischte Line-Up mag zwar nicht jedermanns Sache gewesen sein, vor allem taten die Absagen von Modest Mouse und den Bright Eyes weh, doch konnte man heuer auf die verkehrstechnische Verbesserung (weniger Staus und mehr Parkplätze, ja auch das gehört erwähnt), den reibungslosen Ablauf des Festivals sowie das reichhaltige Angebot im Festivalbereich und natürlich auch dem Line Up (vor allem Pumpkins, Pearl Jam, Killers, Slayer, Linkin Park, Machine Head etc.) stolz sein. Zudem war der Wettergott gnädig, somit stand den positiven Grundvoraussetzungen für einen besonderen Dreitagesevent nichts mehr im Wege.  

Auftakt nach Mass  

Vor allem der erste Tag war für viele Besucher bereits ein Höhepunkt, sagten sich doch mit den Editors, Hives, Machine Head aber vor allem Incubus und den Smashing Pumpkins einige Superlativen der jeweiligen Genres an. Die Editors spielten ein kompaktes Set, allerdings hätte man sich für die viel versprechenden Engländer einen späteren Spot am Freitag gewünscht, ging der Auftritt doch etwas unter. Machine Head und The Hives konkurrierten sich zeitgleich auf verschiedenen Bühnen, was angesichts der unterschiedlichen Zielgruppe auch kein Problem darstellte. Wir widmeten uns Machine Head, dem ersten Höhepunkt am Freitag, die ein sensationelles Set ablieferten und dem äußerst dankbaren Publikum eine Stunde feinsten Metal um die Ohren hauten. Vor allem das neue Album, sowie die Nummern des Klassiker-Erstlings „Burn my Eyes“ wurden abgerockt. Von den Hives war zu hören, dass auch hier ein kompaktes Set abgeliefert wurde, man den Schweden allerdings die Mob-Masche bzw. die einstudierten Ansagen nicht mehr wirklich abnahm. Incubus liessen die Mädchenherzen höher schlagen, allerdings kann man der Band auch wirklich keine Live-Qualitäten absprechen, vor allem die älteren und komplexeren Nummern wurden gut aufgenommen. Brandon Boyd hat scheinbar auch weiter an seinen Frontman-Fähigkeiten gefeilt, die Kommunikation zwischen Band und Publikum funktionierte reibungslos. Höhepunkt des Incubus Sets war definitiv „Wish you were here“, mit dem sich die Band auch verabschiedete. Hier heißt es hoffen auf einen Solo Gig im kommenden Jahr, definitiv sehenswert.  

Arroganz pur: Billy Corgan 

Gespannt wartete man auf die Pumpkins, denn immerhin stellt Herr Corgan eine Ikone der modernen Alternativ-Rockmusik dar, ein Mann von welchem man wirklich einiges erwarten kann. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen des Publikums, welches von dem Auftritt, der im Vorhinein auch stark gehypt wurde, enttäuscht wurde. Zwar kann man durchaus von einem Kribbeln und einer gewissen Gänsehaut sprechen, vor allem wenn man die Pumpkins und deren Aura das erste Mal live erleben durfte, doch spätestens als sich Herr Corgan zur Mitte des Sets in seiner Überheblichkeit und Arroganz verlor, angefressen war weil das Publikum zu wenig laut war und die neuen Nummern noch nicht so gut aufgenommen wurden, spätestens nach dem Höhepunkt des Sets, der neuen Nummer „Starz“ welche dem Hit „Today“ folgte, spätestens danach konnte einem Corgan nur mehr auf die Nerven gehen. Die Band in weiss gekleidet ähnelte einer sektenähnlichen Truppe, die seine Jünger in das neue Zeitalter (das neue Album heisst übrigens „Zeitgeist“) führen zu versucht, diese aber nicht wirklich mitwollen… Natürlich sind die Pumpkins eine der wenigen Superstars, welche aus einer After-Grunge Zeit entsprungen und überlebt haben, dementsprechend handelt es sich hier auch um „Superstars“, doch die Band wie sie sich nun gibt, hat nichts mit den alten Pumpkins zu tun. Vor allem sollte man sich nicht auf seinen alten Hits und Hadern ausrasten, und wenn, dann sollte man zumindest nicht die Arroganz an den Tag legen und so zu tun als ob es neben der eigenen Band ohnehin keine andere gibt. Die gibt es nämlich schon, zum Grossteil sogar besser und freundlicher, wie es der nächste Tag zeigen sollte…. 

Grunge & New Metal rock 

Der Samstag war durchwachsen, mit Therapy? und Frank Black konnte man sich am Nachmittag wieder zwei grandiose Acts zu Gemüte führen, wirklich interessant wurde es aber erst am späten Abend. Zuerst gefielen die sympathischen Linkin Park mit einem perfekten Set, welches sowohl sound- als auch showtechnisch ausgezeichnet war. Die New-Metal Pioniere konnten das Publikum über eine Stunde in ihren Bann ziehen, wobei vor allem die etwas älteren Nummern wie „One Step Closer“, „Papercut“, „Numb“ oder „In the End“ besonderen Anklang fanden. Vor allem die sympathische Art und Weise wie die Band mit dem Publikum kommunizierte, sich bei Fans und der Crew für den unermüdlichen Einsatz bedankte und schliesslich den Verletzten des Festivals in Venedig (Linkin Park’s Auftritt beim Heineken Festival wurde am Vortag wegen Unwetter in Italien abgesagt, zahlreiche Fans wurden dabei von umstürzendem Bühnenmaterial verletzt) einige Songs widmete. Rock pur. Noch eines draufsetzen konnten Pearl Jam. Eddie Vedder hatte höchstpersönlich um eine verlängerte Spielzeit angesucht, damit man ausführlich „rocken“ konnte. Trotz Soundproblemen die ebenfalls auf die Unwettereinflüsse vom Vortag zurückzuführen waren, konnten die Grungerocker vollstens überzeugen. Überraschend war das äusserst harte Set, welches vorwiegend aus Songs von Ten, Vs und Vitalogy bestand. Highlights waren „Go“, das seltene „Blood“, „Corduroy“, „Even Flow“ sowie der 10-minütige Abschlussnummer, das Neil Young Cover „Rockin’ in the Free World“. Eine sympathische Band in Höchstform und ein Frontman der wirklich zu den besten seines Genres gehört. Nach dem genialen Auftritt in der Stadthalle vergangenes Jahr, konnte man der Band auch am Nova Rock nichts vorwerfen.  

Rock on in 2008! 

Leider versäumten wir persönlich den dritten Tag und somit einige der besten Acts des Festivals. Vor allem Flogging Molly sollen eine der besten Shows die man auf österreichischem Boden je gesehen hat geboten haben, auch Mando Diao konnten laut Kollegen überzeugen. Nähere Reviews zum dritten Tag gibt es in Kürze. In Summe ein gutes Festival, wir können uns schon auf den Juni 2008 freuen!




Tags





English News

Vienna Stock Exchange: Admission to trading of Societate de Servicii de Inves...
Insurers in lack of good investments
The myth of socialization
USA: ISM Index, August
The time of entry is getting closer

>> more: english.boerse-express.com

Disclaimer: Der Börse Express kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Aktien. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des jeweiligen Autors handelt. Diese muss nicht mit der Börse Express-Meinung übereinstimmen, kann dieser sogar entgegengerichtet sein.

Copyright-Hinweis: Das vollständige oder teilweise Übernehmen von Beiträgen auf www.be24.at ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung seitens www.boerse-express.com möglich, lediglich die Linksetzung mit Quellenangabe ist authorisiert, aus den Texten darf nichts kopiert werden. Die Rechte liegen bei www.boerse-express.com bzw. bei den Autoren.

Unsere AGB finden Sie hier.

Sie wollen ebenfalls BElogger werden?
Mail to: office@boerse-express.at
© Styria Börse Express GmbH Impressum

powered by
catalyst catalyst



Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:
Börse Express | foonds.com | Die Presse | ichkoche.at | Kleine Zeitung | typischich.at | willhaben | WirtschaftsBlatt
Schliessen
Als Email versenden