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FED, Schotten und Verfallstermin! Die Woche verspricht Spannung

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15. September 2014 10:55

In der zurückliegenden Woche gaben die deutschen Aktien einen Teil ihrer Vorwochengewinne wieder ab. Mario Draghis Infusion schien nicht mehr sonderlich zu wirken. Hinzu kam die anhaltende Unsicherheit rund um Russland und die Ukraine, die dazu führte, dass nun weitere Sanktionen gegenüber Russland beschlossen wurden. Die geopolitische Lage wird die Börsen wohl auch nächste Woche beschäftigen. Allerdings kommen noch zahlreiche weitere Großereignisse hinzu. Die FED entscheidet. Schottland stimmt ab. Börsianer rechnen ab! Mit der vermeintlichen Lethargie dürfte wohl Schluss sein. Ob Hopp oder Top, wird sich noch zeigen.

Was hat SAP vor? Zu Jahresbeginn machten die SAP-Manager klar, künftig stark auf die Cloud zu setzen. Anleger brauchten eine gewisse Zeit, um sich an diese Strategie zu gewöhnen und drückten den Kurs zeitweise kräftig nach unten. Schließlich hat dies zur Folge, dass Umsatz und Gewinn zunächst weniger wachsen oder gar zeitweise schrumpfen könnten. Inzwischen steht die Aktie nur rund 2 Euro unter dem Jahresanfangsstand. Am Montag laden der Innovations- und der Finanzvorstand von SAP zur einer Informationsveranstaltung zur Cloud-Strategie. Am Donnerstag wird Konkurrent Oracle Zahlen zum zurückliegenden Quartal veröffentlichen. Dies könnte auch SAP Impulse geben.

Sind Münchener Rück und Hannover Rück wieder sichere Investments? Die Aktie der Münchener Rück kam im August stark unter Druck und kann sich nur sehr mühsam von dieser Korrektur erholen. In den kommenden Tagen treffen sich die Branchenvertreter in Monte Carlo. Am Samstag findet zunächst ein Pressegespräch zum Ausblick der weltweiten Rückversicherungsbranche statt. Im Anschluss gibt Münchener Rück eine Pressekonferenz. Die Hannover Rück gibt dann am Montag einen Ausblick. Möglicherweise bekommen die beiden Aktien zum Wochenauftakt neue Impulse.

Schaffen die Autobauer die Kehrtwende? Die Titel von BMW, Daimler und VW kamen trotz zuletzt guter Zulassungszahlen deutlich unter Druck. In der kommenden Woche werden die Zulassungszahlen aus Europa erwartet. In den ersten sechs Monaten des Jahres legten die Zulassungen um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Allein im Monat Juni waren es 10,3 Prozent mehr Pkws als im Vorjahresmonat. Setzt sich dieser Trend im Juli & August fort, könnten die Aktien der Autobauer möglicherweise wieder Gas geben.

Technisch spannend

Der Commerzbank geht im Bereich von EUR 12,75 scheinbar die Puste aus. Unterstützung findet der Bankwert bei EUR 12,50. Wird diese Marke unterschritten, droht ein Rücksetzer bis EUR 12. Bullen dürften möglicherweise warten, bis die Marke von EUR 13 überwunden ist und dann auf eine Erholung bis EUR 14,30 spekulieren.

HeidelbergCement durchbrach gestern die 50-Tage-EMA-Durchschnittslinie und bestätigte dies heute. Nun droht eine Korrektur bis EUR 52.

RWE versucht mit allen Mitteln, die Unterstützung bei EUR 31 zu verteidigen. Fällt sie unter dieses Niveau, könnte eine Korrektur bis EUR 30,18 folgen. Bullen warten wahrscheinlich, bis sich die Aktie auf über EUR 31,25 erholt hat (Siehe Blog-Beitrag von 12.9.).

Siemens hat die Unterstützung bei EUR 97 nach unten durchbrochen. Die nächste Unterstützung findet die Aktie bei EUR 95. Was kommt von der fundamentalen Seite?

Nach einer vergleichsweise ruhigen Woche wird es kommende Woche nun wieder richtig spannend. Am Dienstag steht der ZEW-Index für Deutschland an. Am Mittwoch folgt die FED-Zinsentscheidung. Hier warten Investoren vor allem darauf, ob sich das Wording von FED-Chefin Janet Yellen bezüglich einer potenziellen Zinserhöhung ändert. Am Donnerstag stimmt Schottland über die Unabhängigkeit von Großbritannien ab und am Freitag ist großer Verfallstermin!!!! Charttechnischer Ausblick: DAX Widerstandsmarken: 9.700/9.750/9.806/9.875 Punkte Unterstützungslinie: 9.550/9.600/9.640 Punkte Der DAX testete im Tagesverlauf erneut die Unterstützung bei 9.640 Punkten. Der Trend bleibt also weiter abwärtsgerichtet. Aus technischer Sicht hat der Index nun durchaus Luft bis 9.700 Punkte. Ob er allerdings die Kreuzunterstützung überwinden kann ist noch fraglich. Gelingt es, hat der Index weiteres Potenzial bis 9.790 Punkte. Es erscheint jedoch durchaus möglich, dass der Index dann wieder nach unten schwenkt und auf 9.600 korrigiert. Selbst ein Rücksetzer bis 9.540 ist nicht auszuschließen.






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