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Geopolitik erhöht die Nachfrage nach sicheren Anlagen

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3. September 2014 09:21



Finanzmarktausblick September 2014 - Anleihen


Die Rendite auf 10-jährige deutsche Staatsanleihen fiel am 15. August erstmals unter 1 Prozent. Seither ist sie weiter geschrumpft und unterschritt sogar 0,95. Die langfristigen Zinsen sind auch in der angelsächsischen Welt, Japan und der Schweiz zurückgegangen. Dieser Abwärtstrend in den Industrieländern ist, zumindest teilweise, durch die geopolitischen Spannungen zu begründen. Investoren weltweit suchen nach sicheren Anlagen und drücken so auf die Renditen.

In der Eurozone kommen zwei weitere Faktoren hinzu. Einerseits ist Europa den Risiken im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine am meisten ausgesetzt. Diese umfassen neben den direkten Effekten durch die Sanktionen gegen und von Russland auch indirekte Konsequenzen, wie eine schlechte Unternehmensstimmung aufgrund welcher Firmen ihre Investitionen hinauszögern könnten. Andererseits ist die Erholung in der Eurozone immer noch fragil. Dies ist unter anderem anhand der enttäuschenden BIP-Zahlen des zweiten Quartals zu erkennen. Die Spanne zwischen den langjährigen Zinsen in Deutschland und den USA ist seit Anfang 2012 stark angestiegen.

Eine weitere Ausdehnung in den nächsten Wochen ist aus unserer Sicht gut möglich. Es gilt zu beachten, dass sich die Zinsspanne auch ausweiten kann, wenn sowohl die deutschen, wie auch US-amerikanischen Zinsen ansteigen, jedoch in einem unterschiedlichen Tempo. Das Notenbank-Treffen in Jackson Hole hat unsere frühere Einschätzung bezüglich divergierender Ausrichtungen der Geldpolitik bestätigt. Wir erwarten, dass die Bank von England und das Fed im 2015 die Leitzinsen anheben, während die EZB und Bank von Japan weiterhin sehr expansiv bleiben.

Eurozone


Mario Draghi’s Rede über die Besorgnis der EZB aufgrund sinkender Inflationserwartungen war wohl die grösste Überraschung in Jackson Hole

Die Wahrscheinlichkeit von weitergehenden QE Massnahmen ist deutlich angestiegen, insbesondere auch nach den schwachen Zahlen

Die mehr als tiefen Bund-Renditen stützen weiterhin europäische Firmenobligationen

USA


Janet Yellen erklärte am Notenbank-Treffen in Jackson Hole, dass das Fed die QE Wertpapierzukäufe per Ende Oktober 2014 einstellen will, zum Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung gab sie jedoch keine Informationen bekannt

Die Finanzmarktteilnehmer dürften nicht nur auf das Datum der ersten Zinserhöhung fokussieren („wann“), sondern auch darauf, ob die Zinsanhebungen graduell oder aggressiv erfolgen werden („wie“)





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