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Jagd nach verschwundenen Hypo-Millionen: Großrazzia der Finanzpolizei

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18. Juli 2014 13:29

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In einer spektakulären Aktion hat die Finanzpolizei 120 Hypo- Filialen in ganz Österreich durchsucht. Die Jagd nach den verschwundenen Hypo- Millionen könnte auch auf andere EU-Länder ausgedehnt werden, heißt es.


Sonntag 6.00 Uhr Früh - an der Haustür von Michael M. (Name von der Redaktion geändert) klingelt es. Schlaftrunken öffnet der Filialleiter der Hypo in Mistelbach die Tür. Vor ihm bauen sich drei finster dreinblickende Gestalten auf und herrschen ihn an: "Mitkommen" – „Wohin?“ – „Zur Bank.“ Dem Bankdirektor bleibt gerade noch die Zeit sich einen Morgenmantel überzustreifen. Erst auf der Fahrt zur Bank erfährt er, dass es sich bei den drei Männern nicht um Bankräuber handelt, sondern um Mitarbeiter der österreichischen Finanzpolizei, die am vergangenen Wochenende 120 Hypo-Filialen in ganz Österreich durchkämmt hat.

In einer eilends einberufenen Pressekonferenz schildert Herbert A., Chef der Finanzpolizei Wien Nord und Leiter des Einsatzes, die Ergebnisse der Aktion. Insgesamt kamen 315 Beamte zum Einsatz, die am vergangenen Wochenende und am Montag 120 Hypo-Filialen in ganz Österreich durchsucht haben. "Dabei wurden 643 Personen, vorgeblich Mitarbeiter der jeweiligen Hypo-Filiale, einer behördlichen Überprüfung zugeführt", erklärt der Finanzpolizist. Vereinzelt wurden auch angebliche Kunden zur Ausweisleistung aufgefordert. Dies sei aber nur in jenen Fällen geschehen, wo die Betroffenen gerade eine unüblich hohe Bewegung auf ihrem Konto vornehmen wollten bzw. einen Geldbetrag abheben wollten, der über den amtsüblichen Rahmen hinausging, heißt es. Ziel der Aktion war es zumindest einen Teil jener verschwundenen Milliarden sicherzustellen, die derzeit der Hypo Alpe Adria fehlen.

Herbert A. spricht von einem vollen Erfolg der Aktion. Insgesamt seien mehrere zehntausend Dokumente beschlagnahmt worden. Unter anderem habe man einige Konten von Politikern vorübergehend stilllegen lassen, da auf diesen unüblich hohe periodische Überweisungen von Behörden vorgefunden wurden, die zu einem Teil postwendend an andere Konten weiter überwiesen wurden. Diese Konten sein nach eingehender Überrüfung mehreren politischen Parteien zuzuordnen, weshalb der Verdacht naheliege, dass es sich hierbei um illegale Parteienfinanzierung handle. Auf die Frage, ob es sich bei den Geldern eventuell auch um Parteisteuern der jeweiligen Politiker handeln könne antwortet Herbert A.: „Unsere Ermittler gehen allen Hinweisen nach. Ich bitte um Verständnis, dass wir aus verfahrenstechnischen Gründen noch keine weiteren Details nennen können."

Für Kritik bei den Betroffenen sorgte vor allem der Umstand, dass nicht nur Hypo- Filialen in Kärnten sondern auch in anderen Bundesländern durchsucht wurden. Herbert A dazu: "Wo gehobelt wird, da fallen Späne." Außerdem könne man sich sicher sein, dass die ermittelnden Beamten etwas finden würden: „Das haben wir bisher noch immer“, meint Herbert A. optimistisch.

Szenenwechsel. Verena K. Hypo Mitarbeiterin in Krumpendorf ist noch immer geschockt: "Es war Montag so kurz nach neun als plötzlich vier Männer in unsere Bank standen. Einer versperrte den Eingang, die drei anderen verlangten von allen Anwesenden einen Ausweis." Anschließend wurde sie aufgefordert einen Kassasturz durchzuführen erzählt die Hypo- Mitarbeiterin. Mitten in der Stosszeit musste sie das vorhandene Geld zählen, die Kunden mussten derweil warten. „Eine ältere Dame verließ weinend die Bank, weil sie glaubte, dass jetzt alle Gelder staatlicherseits eingezogen werden“, erzählt die Bank-Mitarbeiterin.

In einer anderen Hypo-Filiale wurde der zufällig anwesenden Tochter des Filialleiters, die sich hinter dem Banktresen mit einer ihr bekannten Mitarbeiterin der Bank unterhielt, unterstellt, dass sie als nicht angemeldete Praktikantin arbeite. „Illegale Beschäftigung sei das“, erzählt der betroffene Filialeiter, der seinen Namen aus Angst vor Konsequenzen nicht nennen will. Tatsächlich wurden laut dem Leiter der Ermittlungen mehrere Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz festgestellt. Der Einwand von einigen Hypo-Mitarbeitern, dass sie ja wohl kaum die Bank zusperren können, wenn sich noch Kunden in der Filiale befinden wurde von den ermittelnden Beamten mit den Worten: "Ich mache die Gesetze nicht“, vom Tisch gewischt.

Zu der Frage ob ähnliche Aktionen auch in anderen Ländern wo die Hypo vertreten ist, geplant sind, gibt man sich im Finanzministerium zugeknöpft. Man verweist aber auf die guten Kontakte in Kroatien, wo die österreichische Finanz mit half das dortige Steuersystem zu modernisieren. Die Jagd nach den verschwundenen Millionen könnte als noch weiter ausgedehnt werden.

Sehr geehrte Leser/In, wie Sie sicher schon gemerkt haben handelt es sich bei dieser Geschichte um eine Satire. Allerdings mit realem Hintergrund – nur dass sich die geschilderten Szenen üblicherweise so oder ähnlich  nicht in Bankfilialen, sondern meist beim Wirten ums Eck abspielen. Tagtäglich. Denn irgendwo muss die Finanz ja die in der Hypo versenkten Millionen auftreiben.

Sie glauben mir nicht - nun dann lesen sie einmal hier nach: "Finanzpolizei: Vier Männer jagen ein Au Pair ..." http://bit.ly/WmHWTD







Sujetbild - Copyrightdpa/Federico Gambarini
Sujetbild - Copyrightdpa/Federico Gambarini

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  • 2014-07-18 16:18:41
    Otto Normalinvestor

    Schadet denen net,

    also den Hypos. Wär an der Zeit, dass sie wer mal ganz klein macht; die NÖ-Hypobanker glauben ja, sie seien allmächtig. Mit voller Unterstützung der Politik im Rücken.

    antworten

  • 2014-07-28 16:27:23
    tukan

    Re(1): Schadet denen net,

    Sprengt die Bürokraten aus ihren Sesseln heraus:

    Dies ist keine Satire, sondern Alltag mit realem Hintergrund!

    Das Finanzmisterium (oder "der Bund" oder "der Minister" oder, oder, ja der/die !) hat beschlossen, nur mehr elektronisch eingereichte Rechnungen zu akzeptieren. Dafür braucht man eine "elektronische Signatur" - eh klar im Land von Faymann und Spindelegger und anderen geistigen Bewohnern des Woodquarters.

    Die "SVA-Karte" war vordergründig ein offenbar geeignetes Instrument, um die "elektronische Rechnung" zu pushen, mit dem Versprechen, sie zu einer "BÜRGERKARTE" mit elektronischer Unterschrift hochzurüsten:

    Funktioniert nicht: Meine SVA teilt mir mit, dass das zurzeit nicht möglich ist:
    Hier der Shit-Storm: Scheisse, mierda, hell, fuck, go gully, bite the dust, ... bitte ergänzen.

    Euer Tukan

    antworten

  • 2014-07-28 17:17:46
    tukan

    Genug der Kritik

    OK, hier gibt es auch Leute, Profis, die Euch nicht alleine lassen mit Eurer SVA-Card!

    https://www.bka.gv.at/site/6471/...

    Euer Tukan

    antworten


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