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Perspektive: Wenn die Bankfiliale dicht macht ...

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21. Juni 2013 07:10



Banken schließen immer mehr Filialen und setzen vermehrt auf „inhumane“ Serviceleistungen. Auch die seit Jahrzehnten unverändert starren Öffnungszeiten der Filialen lassen vermuten, dass Banken eigentlich gar keinen persönlichen Kontakt zu ihren Kunden haben wollen. Geldthemen sind und bleiben aber People´s Business. Individuelle Finanzplanung und persönliche Betreuung gibt es nicht aus dem Automaten im Foyer. Wäre das nicht eine Chance für die freien Finanzberater?


Unternehmer, wie es bankenunabhängige Vermögens- und Versicherungsberater sind, müssen ihr Geschäftsmodell laufend an die sich ändernden Rahmenparameter anpassen. Für Finanzdienstleister gilt das mehr denn je. Oder sie sind irgendwann Unternehmer gewesen. (Was für die weiterhin Aktiven ein zusätzlicher Vorteil sein kann.) Gerade die heimischen Großbanken eröffnen hier eine neue Chance.

Erste Banken meinen anscheinend, die Zukunft besteht aus bunten Apps für Smartphones und noch mehr Funktionen im Online-Banking. Die eine Bank, die nicht meine Bank ist, sammelt Fans in sozialen Netzwerken und wenn eine Bank aus Austria gar nicht mehr weiter weiß, befragt sie die Kunden nach ihren Wünschen. Weder kann ein freier Finanzdienstleister dabei mithalten, noch würde ich es ihm empfehlen – ganz im Gegenteil.

Punkten sie als Mensch aus Fleisch und Blut

Keine Frage, die moderne Technik macht uns den beruflichen wie privaten Alltag einfacher und effizienter. Aber gerade dort, wo der persönliche Kontakt zählt, gilt es sie mit Fingerspitzengefühl einzusetzen. Denn unsere Kunden sind nicht durchgehend Technik-Freaks, versierte Smartphone-User und „Like it“-Poster. Der persönliche Kontakt, die jederzeitige Erreichbarkeit und die individuelle Ansprache sind gerade bei der Geldanlage und Finanzplanung unverzichtbar.

Banken hinterlassen mit ihrer Strategie eine Lücke, die gefüllt werden kann. Genau dort, wo Banken ihre Kunden von Automaten-Displays servicieren oder gleich ganz draußen vor der Türe stehen lassen, eröffnet sich eine Chance für freie Finanzdienstleister. Durch den Rückzug der Banken entsteht zwischen Produktanbieter und Kunde neuer Bedarf an regional ansässigen, fachkundigen sowie insbesondere persönlichen Ansprechpartnern.

Zielgruppe von Jung bis Alt

Vielen Kunden liefern Apps und Automaten nicht jene Beratungsleistung, die sie benötigen, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Darunter sind viele Ältere, die oft nicht ausreichend technik-affin sind, sondern auch viele Junge, die erst beginnen ihre finanzielle Zukunft zu planen. Das wachsende Produktspektrum sowie die schnelllebigen Finanzmärkte überfordern darüber hinaus zunehmend auch erfahrene Anleger.

Die Zielgruppe für persönliche und fachkundige Berater ist also groß. Ich brauche nur einen Blick in meinen eigenen Freundes- und Bekanntenkreis zu werfen. Von meiner betagten Mutter über meine Cousins – die zwar beide erfolgreiche Führungskräfte sind, aber von Geldanlage keine Ahnung haben – bis hin zu langjährigen Freunden, die mit ihrer Fremdwährungsfinanzierung kämpfen, haben alle Beratungsbedarf, den Apps und Automaten nicht befriedigen können. Mein eigenes Umfeld ist hier sicher nicht die Ausnahme.

Was liegt also näher als den Rückzug der Banken zum eigenen Vorteil zu nutzen?

Endlich tut sich für die der freien Finanz- und Versicherungsberater wieder eine Chance auf, die viel Potential hat. Und vielleicht schaffen damit auch ein paar junge Nachwuchskräfte den Einstieg in unsere mit Überalterung kämpfende Branche.

Euer
Andreas Dolezal







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