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De Beers und die neue Liebe zu Angola

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21 January 2013 16:21



Beziehungen werden besser


Das südwestafrikanische Land will den Bergbau stärken. Neben Diamanten werden auch andere Rohstoffe künftig im Fokus der Bemühungen stehen.

2001 hatte sich De Beers komplett aus Angola zurückgezogen. Man war in Streit geraten mit der staatlichen Diamantengesellschaft Endiama. De Beers durfte in der Folge Diamanten im Wert von 800 Millionen Dollar nicht verkaufen, alle juristischen Versuche dagegen scheiterten. Erst 2005 kehrte der Diamantenkonzern nach Angola zurück.

Seitdem hat man fünf Liegenschaften erkundet, um Diamanten zu finden. Vier Untersuchungsgebiete hat man wieder aufgegeben, dort lohnten sich weitere Untersuchungen offenbar nicht. Das fünfte Areal scheint hingegen einen Diamantenschatz zu beherbergen. Das Gebiet hat eine Größe von 3.000 Quadratkilometern und liegt rund 800 Kilometer östlich der angolanischen Metropole Luanda in der Nähe von Lucapa.

Die Gegend wird von Kimberlit-Gestein durchzogen, dort sind die Chancen somit relativ hoch, auf Diamantenlagerstätten zu treffen. Drei Erzkörper hat De Beers vor Ort untersucht, die Ergebnisse sollen in etwa zwei Monaten publiziert werden. Doch schon jetzt ist klar, dass bei der Suche Diamanten entdeckt wurden. Wie wirtschaftlich eine Förderung wäre, ist hingegen noch unklar, das müssen die kommenden Daten zeigen. Bisher ist man noch in einer recht frühen Explorationsphase, macht sich jedoch bereits Hoffnung.

Hat man Angola jahrelang die kalte Schulter gezeigt, so wird das Land für De Beers, inzwischen mehrheitlich zu Anglo American (WKN: A0MUKL) gehörend, auch aufgrund der neuen Minengesetze wieder interessant. Der neue Bergbauminister Francisco Queiroz will offenbar internationales Geld ins Land holen. Die Gesetzgebung soll liberalisiert werden, ein Investment soll für ausländische Bergbaugesellschaften attraktiver werden. Dazu wird die Schwelle gesenkt, die die Regierung bei Bergbauprojekten halten muss. Künftig soll die Regierung nur noch mit 10 Prozent beteiligt werden. Beim Projekt von De Beers sitzt die Regierung über Endiama noch mit 51 Prozent im Boot. Auch an der Steuerschraube wird gedreht. Während viele Nationen Bergbaukonzerne als willige Steuerzahler ansehen, reduziert Angola die Steuern für die Unternehmen von 35 Prozent auf 25 Prozent.

Das Land soll sich auch bei den Rohstoffen weiter entfalten. Bisher ist Angola für seine Diamantenschätze berühmt. 2011 lag der Wert der verkauften Diamanten aus Angola bei 1,16 Milliarden Dollar. Damit liegt das südwestafrikanische Land weltweit auf dem fünften Platz. Nur Botswana, Russland, Kanada und Südafrika kommen auf bessere Zahlen. Doch die Regierung Angolas möchte eine größere Vielfalt schaffen. Gold und Eisenerz soll stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Für die De Beers Mutter Anglo American ist das eine interessante Option. Eine Entscheidung, ob und wie sich Anglo American in dem Land weiter engagieren wird, ist allerdings noch nicht gefallen.


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