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16. Jänner 2013 16:39
Übernimmt TUI das Reisegeschäft komplett? – Autoverkäufe auf dem Niveau von 1995
Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen von Goldman Sachs haben dem Deutschen Aktienindex am Nachmittag zu einem Sprung in positives Terrain verholfen. Mit einem Gewinn je Aktie von 5,60 Dollar wurden die Prognosen, die bei 3,78 Dollar lagen, deutlich übertroffen. Die Aktie von Goldman legt im frühen Handel an der Wall Street knapp drei Prozent zu.
Der DAX brach am Nachmittag aus seiner engen Handelsspanne des bisherigen Handelstags aus und notiert gegen 16.30 Uhr auf Tageshoch bei 7689 Punkten, ein Plus von 0,2 Prozent. Die US-Börsen beginnen den Handelstag mit geringen Kursveränderungen. Während der Nasdaq-Index 0,1 Prozent gewinnt, verliert der Dow Jones 0,3 Prozent.
Die auffälligste Kursbewegung am deutschen Markt weist am Nachmittag die TUI-Aktie auf. Offenbar verhandelt die deutsche Konzernmutter über die vollständige Übernahme der britischen Tochter TUITravel, in der das Reisegeschäft gebündelt ist. Allerdings seien die Gespräche in einem frühen Stadium, heißt es. Beide Papiere legen deutlich zu. Die im MDAX notierte TUI gewinnt 5,8 Prozent, die in London gelistete TUI Travel steigt um mehr als sieben Prozent.
Die Krise auf dem europäischen Automarkt hat sich weiter verschärft. Im Dezember fielen die Neuzulassungen in der Europäischen Union um 16 Prozent auf den tiefsten Stand seit 1995. Lediglich in Großbritannien gab es ein leichtes Plus. Dagegen zeigen sich besonders in Südeuropa regelrecht depressive Züge: In Spanien gab es ein Minus von 23 Prozent, in Italien von 22,5 Prozent. Ein gemischtes Bild ergibt sich bei den deutschen Herstellern. BMW gewinnt 0,3 Prozent, VW verliert dagegen 16,2 Prozent und Daimler 8,7 Prozent.
Der Handelskonzern Metro hat heute erste Zahlen zum Geschäftsjahr 2012 veröffentlicht. Dabei zeigt sich im Wesentlichen eine Stagnation des Geschäfts. Der Umsatz ist im gesamten abgelaufenen Jahr um ein Prozent gestiegen, im vierten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft ergibt sich ein Plus von einem halben Prozent. Metro bezeichnet dies als „zufriedenstellend“. Weniger zufrieden ist man allerdings mit dem Geschäft mit der Unterhaltungselektronik in China. Die Tochter Media Markt wird sich aus dem Reich der Mitte verabschieden, dafür werden Rückstellungen gebildet. Die Metro-Aktie, die Vormittag noch deutlich zugelegt hatte, liegt mittlerweile 0,4 Prozent niedriger.
Zwei Knock Outs auf den EuroStoxx 50 weisen heute an der Euwax hohe Umsätze auf. Während die Anleger den Put kaufen, verabschieden sie sich mehrheitlich aus dem Call. Sie setzen damit auf sinkende Kurse bei europäischen Aktien.
Auch auf die Zahlen des Handelskonzerns Metro reagieren die Anleger. Sie nehmen bei einem Call-Optionsschein Gewinne mit, nachdem die Aktie heute auf den höchsten Stand seit Oktober gestiegen ist.
Bei den Optionsscheinen beobachten wir Tauschgeschäfte in zwei Calls auf die Aktie von Mastercard. Die Anleger switchen dabei von einem Schein mit relativ kurzer Laufzeit in ein Papier mit längerer Laufzeit. Auch ein Call auf EADS ist gefragt.
Börse Stuttgart TV
Nach dem Kursplus von fast 30 Prozent im Vorjahr, verlief der Start ins laufende Börsenjahr bislang ebenfalls sehr vielversprechend für den deutschen Leitindex. Bei den Anlegern scheint ebenfalls wieder etwas Optimismus zurückzukehren. Was die ETF-Anleger daraus machen und weshalb insbesondere Schwellenländer-ETFs im Fokus der Anleger liegen, erläutert Frank Benz, BENZ AG “Partner für Vermögen”, bei Börse Stuttgart TV.
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