Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum    » letztem Posting    » # Postings    » Abrufen    sortieren
288
views

Solarworld: Starke Nerven sind weiter gefragt

Facebook

16. Jänner 2013 09:31

Nachdem sich der Star-Investor Warren Buffett dazu entschlossen hatte, in die kriselnde Solarbranche zu investieren, konnte die Aktie des deutschen Solarmodulherstellers Solarworld einen beeindruckenden Jahresstart hinlegen. Trotz Buffetts Engagement und der Aussicht darauf, dass die Europäische Union im Mai oder Juni Strafzölle auf chinesische Importe von Solarmodulen erheben könnte, dürfte es dennoch wohl zu früh sein, einen generellen Wendepunkt zum Guten in der Solarindustrie auszurufen. Zu sehr wiegen die generellen Probleme der Branche, die zu hohen Verlusten und vielen Pleiten bei den einstigen Vorzeigeunternehmen geführt haben.

Da Warren Buffett als der möglicherweise größter Investor unserer Zeit gilt, genießen seine Investitionstätigkeiten in der Regel große Aufmerksamkeit in der Finanzwelt. Somit sorgte die Investition von 2,5 Mrd. US-Dollar in ein kalifornisches Solarprojekt der Firma Sunpower bei vielen Anlegern für Hoffnungen auf bessere Zeiten für die Solarunternehmen. Immerhin konnte der als „Orakel von Omaha“ bezeichnete Investor in der Vergangenheit mit Hilfe seiner antizyklischen Strategie große Erfolge feiern. Allerdings könnte allein die Tatsache, dass sich Buffett nicht direkt an einem Unternehmen aus der Branche beteiligt hat dafür sprechen, dass auch er nicht gerade mit einer baldigen Renaissance des gesamten Sektors rechnet.  Die Branche hat nämlich immer noch mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Dabei haben insbesondere die Solarmodul-Hersteller aus China mit Hilfe hoher staatlicher Subventionen den Weltmarkt mit Photovoltaikanlagen fluten und somit für einen enormen Preisverfall sorgen können. Während die europäische Politik, allen voran Deutschland, bemüht ist die anfänglichen Subventionen für die Industrie zurückzufahren, können sich die chinesischen Hersteller immer noch auf staatliche Hilfen verlassen. Dazu gehören nicht nur günstige Kredite, sondern auch die Abschottung des heimischen Marktes gegenüber der ausländischen Konkurrenz. Wie prekär die Situation für die Firmen immer noch ist, zeigt die Tatsache, dass selbst die chinesischen Hersteller nicht von dem weltweiten Preisverfall für Solarmodule verschont bleiben und ohne sie staatlichen Hilfen aller Voraussicht nach nicht am Markt bestehen könnten.

Zwar sagte Solarworld-CEO Frank Asbeck zu Beginn des Jahres in einem Interview mit Bloomberg.com, dass er bereits für Mai oder Juni mit Strafzöllen für chinesische Importe durch die EU-Kommission rechnet. Allerdings dürften auch solche Zölle nicht die Probleme der europäischen und amerikanischen Hersteller lösen. Somit sollten sich Investoren ein Investment in der Solarbranche genau überlegen. Mit der anhaltenden Krise haben sich sehr niedrige Bewertungen ergeben, die einen solchen Einstieg günstig machen könnten. Gleichzeitig könnten  die niedrigen Bewertungen und hohen Schwankungsbreiten der Kurse der Unternehmen der Branche vergleichsweise  hohe Renditechancen in relativ kurzer Zeit bieten. Es gilt jedoch zu beachten, dass sich die gesamte Branche immer noch in einer Konsolidierungsphase befindet, bei der es noch einige Unternehmenspleiten, aber auch Übernahmen geben dürfte. Daher ist es noch nicht abzusehen, welche Unternehmen am Ende tatsächlich zu den Gewinnern eines harten Konkurrenzkampfs zählen werden.

Spekulative Anleger, die trotz der weiterhin herrschenden Probleme in der Solarbranche steigende Kurse bei Solarworld erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX4S0A) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,22, die Knock-Out-Schwelle bei 1,10 Euro. Wer aber als spekulativer eher short orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DE0EWY, aktueller Hebel 0,79; Knock-Out-Schwelle bei 3,00 Euro) auf fallende Kurse der Solarworld-Aktie setzen.

Stand: 14.01.2013

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.
 






Tags



Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und die enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Der massgebliche Prospekt für die genannten Wertpapiere kann unter www.xmarkets.at heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG Filiale Wien, Hohenstaufengasse 4, 1010 Wien und bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Grosse Gallusstrasse 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

 

 

Disclaimer: Der Börse Express kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Aktien. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des jeweiligen Autors handelt. Diese muss nicht mit der Börse Express-Meinung übereinstimmen, kann dieser sogar entgegengerichtet sein.

Copyright-Hinweis: Das vollständige oder teilweise Übernehmen von Beiträgen auf www.be24.at ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung seitens www.boerse-express.com möglich, lediglich die Linksetzung mit Quellenangabe ist authorisiert, aus den Texten darf nichts kopiert werden. Die Rechte liegen bei www.boerse-express.com bzw. bei den Autoren.

Unsere AGB finden Sie hier.

Sie wollen ebenfalls BElogger werden?
Mail to: office@boerse-express.at
© Styria Börse Express GmbH Impressum

powered by
catalyst catalyst



Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:
Börse Express | foonds.com | Die Presse | ichkoche.at | Kleine Zeitung | typischich.at | willhaben | WirtschaftsBlatt
Schliessen
Als Email versenden