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Apple: Am 23. Januar wird es spannend

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23. November 2014 04:16

Der DAX hat noch nicht die Kraft, die 8.000-Punkte-Marke anzugreifen.

Im heutigen Tagesverlauf kletterte der deutsche Leitindex auf knapp 7.800 Punkte, rutschte dann aber kurzzeitig in die Minuszone und konnte am Ende mit 7.729 Punkten doch noch leicht zulegen (+0,18%).

Für neuen Rückenwind könnte die Wall Street in New York sorgen.

Aber speziell der technologielastige Nasdaq-Index bremst immer wieder.

Für Bremsspuren sorgt dabei seit einiger Zeit das Index-Schwergewicht: die Apple-Aktie.

Auch heute verlor die Apple-Aktie zum Handelsauftakt 3% und zog damit den gesamten Index in die Verlustzone.

Die Börse ist keine Einbahnstraße

Die Apple-Aktie hat in den vergangenen Jahren an der Börse ein sensationelles Comeback geschafft. Der ehemalige Pleitekandidat wurde 2012 zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Der Aktienkurs explodierte von knapp über Null auf 545 Euro.

Aber wie heißt es so schön: Die Börse ist keine Einbahnstraße. In den vergangenen Monaten ist der Kurs der Apple-Aktie von über 500 auf aktuell 377 Euro gefallen.

Einen Grund habe ich Ihnen hier im Schlussgong bereits genannt: Aufgrund der Schuldenkrise müssen die Steuern in den USA erhöht werden. Auch Börsengewinne werden davon nicht verschont bleiben.

Daher haben einige US-Investoren, die auf hohen Buchgewinnen saßen, noch die günstigen Steuertarife genutzt, um Gewinne zu realisieren.

Jedes Wachstum ist endlich

Insgesamt kühlt die Stimmung der Apple-Investoren ab. Langsam wird auch beim US-Unternehmen sichtbar, dass hohe Wachstumsraten nicht ewig gehalten werden können.

So hat Apple den Umsatz in den vergangenen 5 Jahren um durchschnittlich 41% pro Jahr und den Gewinn um 67% gesteigert.

Ab einer gewissen Größe wird ein zweistelliges Wachstum aber fast unmöglich.

Die Apple-Aktionäre werden sich auf niedrigere Wachstumsraten einstellen müssen. Es wird auch Jahre mit Umsatz- und Gewinn-Rückgängen geben.

Daher verabschieden sich einige Investoren, die auf Wachstums-Unternehmen setzen und stets auf der Suche nach zwei- und dreistelligen Wachstumsraten sind. Es wird die nächste Apple-Story gesucht.

Gerüchte um iPhone 5 belasten den Kurs

Ganz aktuell belasten Medienberichte aus den USA die Apple-Aktie. So meldet das seriöse Wall Street Journal, dass Apple die Zuliefer-Bestellungen für das iPhone 5 stark reduziert habe.

Zum Teil soll die Kürzung bei bis zu 50% liegen. Wenn die Apple-Manager tatsächlich mit einer Verkaufs-Flaute beim Goldesel iPhone rechnen, wäre das ein harter Schlag.

Allerdings ist dieses Gerücht mit Vorsicht zu genießen. Apple ist bekannt dafür, den Markt und die Konkurrenz zu verwirren.

Oft gibt es bei den Bestellungen nur Umschichtungen, oder alte Zulieferer werden durch neue Zulieferer ersetzt. Es ist auch möglich, dass sich Apple bereits auf das Nachfolgemodell des iPhone 5 vorbereitet.

Wenn Apple am 23. Januar die aktuellen Quartalszahlen präsentiert, dürfte sich ein Teil der Unsicherheit in Luft auflösen.

Viele negative Nachrichten eingepreist

Wie oben geschrieben: Apple wird das alte Wachstumstempo nicht halten können. Das bedeutet allerdings nicht, dass man die Apple-Aktie frühzeitig beerdigen sollte.

Einige große Pluspunkte sprechen für die Aktie: So sind bereits viele negative Nachrichten im aktuellen Kurs eingepreist. Die Aktie wird nur noch mit dem zehn- bis zwölffachen Jahresgewinn bewertet.

Sollten die Planzahlen für das laufende Jahr erfüllt oder sogar übertroffen werden, dürfte ein großer Kurssprung nach oben folgen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass Apple in den vergangenen Jahren immer wieder neue Verkaufsschlager aus dem Hut gezaubert hat, die vorher kein Analyst auf der Rechnung hatte.

Die Serie iPod, iPhone und iPad lässt sich noch fortsetzen.

Und als Extra-Bonus: Apple ist sehr sparsam und hat in den fetten Jahren über 100 Milliarden US-Dollar angesammelt. Mit diesem Geld kann sich Apple auch Wachstum kaufen.

Es lohnt sich also, Ende Januar sehr genau auf die Apple-Zahlen und den Kurs der Apple-Aktie zu achten.

Link: http://www.gevestor.de/news/apple...






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