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Die Geschichte von Nokias Smartphone Desaster und mögliche Auswege

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05. Jänner 2013 12:57



Nokia hat alle Risiken des Wechsels zu Windows Phone als einziger Plattform in einer Eingabe an die Börsenaufsicht richtig beschrieben. So gut wie alle möglichen negativen Folgen sind schlagend geworden. Die Frage ist - kann sich Nokia noch erholen.


(05.01.2013, 12:45) Am 11. Februar haben Nokias neuer CEO Stephen Elop und Microsoft CEO Steve Ballmer die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen verkündet. Nokia setzte daraufhin ausschließlich auf Windows Phone als Plattform für seine Smartphones. Gegenüber der US Börsenaufsicht SEC müssen nicht-amerikanische Unternehmen, die an einer amerikanischen Börse notieren, unter anderem einen Jahresbericht als Form 20-F erstellen. Die Form 20-F enthält z.T. zusätzliche und detailliertere Informationen als der Geschäftsbericht.

In diesem 20-F Formular zählte Nokia ziemlich penibel alle Risiken auf, die durch den Strategiewechsel entstehen. So ziemlich alles davon - von einem massiven Reduzierung des Marktanteils über Verluste im Smartphone Geschäft bis hin zur Abstufung durch Rating Agenturen auf Junk Level - sind alle Risiken eingetroffen. Wer sich das im Detail zu Gemüte führen will - der Industrie Analyst Tomi Ahonen hat alles penibel in seinem Blog beschrieben.

Ahonen hat auch die Entwicklung von Nokias Smartphone Geschäft von 2009 bis heute in Tabellen und Grafiken zusammengefasst, die das ganze Desaster deutlich machen.

Von 2009 auf 2010 zeigte Nokia ein Wachstum im Smartphone Geschäft, das das seiner beiden nächsten Konkurrenten Apple und Samsung deutlich übertraf. Und vor allem wuchsen nicht nur die Stückzahlen, sondern auch die Gewinne, die Nokia daraus ziehen konnte.

COMPANY . . . SMARTPHONES 2009 . . . SMARTPHONES 2010 . . . GROWTH 2009-2010

Nokia . . . . . . . 67.8 million . . . . . . . . . . . 103.6 million . . . . . . . . . . . 35.8 million

Apple . . . . . . . 25.1 million . . . . . . . . . . . . 47.5 million . . . . . . . . . . . 22.4 million

Samsung . . . . . 7.0 million . . . . . . . . . . . . 24.0 million . . . . . . . . . . . 17.0 million

Quelle: Unternehmensdaten

Nokia konnte also im Jahr 2010 um 35,8 Millionen Smartphones mehr verkaufen als im Jahr davor. Der Zuwachs war fast so groß wie der der beiden nächsten Konkurrenten zusammen. Nicht unbedingt ein Anzeichen dafür, dass das Unternehmen in größter Gefahr ist, wie dies Stephen Elop in seinem berüchtigten 'Burning Platform' Memo behauptete.

Was danach passierte entsprach genau dem, was in dem 20-F Formular von Nokia selbst beschrieben wurde. Hier die grafische Darstellung dazu:

Mehr dazu, Grafiken und Tabellen hier.






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