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28. Dezember 2012 20:39
Der Baltic Dry Index (BDI) wird von der Baltic Exchange in London veröffentlicht und ist ein wichtiger Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern (hauptsächlich Kohle, Eisenerz und Getreide) auf Standardrouten.
Da der BDI die Verschiffungskosten von Rohstoffen, der Vorstufe der Produktion, ermittelt, misst er präzise das Volumen des Welthandels auf der Anfangsstufe. Der BDI ist also ein Frühindikator für die Weltwirtschaft. Andere Indizes bilden dagegen spätere Stufen der wirtschaftlichen Entwicklung ab, wenn aus den Rohstoffen Halbfertig- oder Fertigprodukte entstanden sind, wie z.B. der in meinen letzten Artikel erwähnte HARPEX.
Das Jahr 2012 beendete der Baltic Dry Index um 59,8 Prozent tiefer als Ende 2011. Es war nach 2008 (-91,5 Prozent) das zweitschlechteste Jahr der Geschichte.
Der Jahresschlussstand von 699 Punkten war der niedrigste seit Einführung des Index 1985. Nach 2010 (-41,0 Prozent) und 2011 (-2,0 Prozent) erzielte der BDI 2012 das dritte Verlustjahr in Folge. Im Jahresdurchschnitt lagen die Frachtpreise nominal auf dem tiefsten Stand seit 1986 und real auf einem Allzeittief.
Die Erwartungen für die Aktienmärkte 2013 könnten somit nicht schlechter sein. Wie man anhand des Charts gut sehen kann driften Aktien- und Realmärkte weit auseinander.
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