Alle Einträge dieses Autors nach
» Datum    » letztem Posting    » # Postings    » Abrufen    sortieren
250
views

Grossinsolvenz der steirischen Spedition Tatschel & Söhne

Facebook

28. Dezember 2012 13:15



Mehr als 12 Mio. Überschuldung, Fortführung nur mit Investor


Der obersteirische Güterbeförderer Tatschl & Söhne Speditions- und Transport GmbH hat Insolvenz angemeldet. Die Überschuldung beträgt rund 12,2 Mio. Euro, 206 Gläubiger und 136 Dienstnehmer sind betroffen. Die Fortführung erscheint nur mit einem Investor möglich. Bei der in Liezen ansässigen Firma handelt es sich um eines der größten Speditionsunternehmen der Steiermark. In Liezen wurden zuletzt 125 Dienstnehmer beschäftigt, in einer deutschen Zweitniederlassung elf. Der Fuhrpark umfasst u.a. 91 Zugfahrzeuge.

Das Unternehmen hatte seinen Schwerpunkt im Bereich Autotransporte, nahezu alle deutsche Autohersteller zählten zum Kundenkreis. Nachdem auch seitens des "Autocluster Steiermark" weniger Aufträge erteilt wurden, wurde über eine eigens gegründete Autologistik-Tochter 2009 ein Insolvenzverfahren eröffnet, welches das Mutterunternehmen rund 1 Mio. Euro kostete. Dazu kam der Absatzeinbruch in der Autobranche bei weiter steigenden Fixkosten, wie es in der Begründung für die nunmehrige Insolvenz heißt. Parallel stieg auch der Kostendruck durch osteuropäische Frächter, die ihre Kapazitäten massiv ausgebaut hatten.

2010 wurde die Sparte Autotransport an die Hödlmayr Logistik GmbH verkauft. Der gezahlte Kaufpreis von 2,5 Mio. Euro floss jedoch in die Begleichung von Forderungen in der Sparte Autotransport - die Liquiditätssituation des Unternehmens blieb weiter angespannt. Auch Sanierungsmaßnahmen für den verkleinerten Betrieb griffen nur bedingt; eine Fortführung sei nur mit frischem Geld möglich, so die Kreditschützer. Seitens eines Interessenten sei ein Pachtangebot unterbreitet worden, eine Auffanglösung sei im Gespräch.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 16,74 Mio. Euro, davon entfallen 8,2 Mio. auf Bankschulden und rund 2 Mio. auf Abgaben- und Steuerrückstände sowie 4,9 Mio. auf Lieferantenverbindlichkeiten, der Rest auf Dienstnehmerforderungen. Dem stehen Aktiva von 4,5 Mio. Euro gegenüber, wobei knapp 3 Mio. zu Buchwerten den Fuhrpark betreffen, der mittlerweile von der Abgabenbehörde gepfändet worden sein dürfte.

Erst vor einer Woche hat es mit dem oststeirischen Kompressorenhersteller ACC Austria GmbH in Fürstenfeld die größte Insolvenz des Jahres in der Steiermark gegeben.

(Quellen: AKV, APA, KSV)





Tags



 

 

Disclaimer: Der Börse Express kann für die Richtigkeit der Inhalte keine Haftung übernehmen. Die gemachten Angaben dienen einzig zu Informationszwecken und keinesfalls als Aufforderung zum Kauf/Verkauf von Aktien. Zudem muss konkret darauf hingewiesen werden, dass es sich bei den Beiträgen um die Privatmeinung des jeweiligen Autors handelt. Diese muss nicht mit der Börse Express-Meinung übereinstimmen, kann dieser sogar entgegengerichtet sein.

Copyright-Hinweis: Das vollständige oder teilweise Übernehmen von Beiträgen auf www.be24.at ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung seitens www.boerse-express.com möglich, lediglich die Linksetzung mit Quellenangabe ist authorisiert, aus den Texten darf nichts kopiert werden. Die Rechte liegen bei www.boerse-express.com bzw. bei den Autoren.

Unsere AGB finden Sie hier.

Sie wollen ebenfalls BElogger werden?
Mail to: office@boerse-express.at
© Styria Börse Express GmbH Impressum

powered by
catalyst catalyst



Weitere Online-Angebote der Styria Media Group AG:
Börse Express | foonds.com | Die Presse | ichkoche.at | Kleine Zeitung | typischich.at | willhaben | WirtschaftsBlatt
Schliessen
Als Email versenden