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OECD: Lohnstückkosten im III. Quartal +0,2 Prozent – Österreich auf Rang 3: Löhne steigen relativ stark, Produktivität weiter im Mittelfeld

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20. Dezember 2012 15:53

Wie die OECD heute bekanntgab, stiegen im III. Quartal 2012 die Lohnstückkosten um 0,2 Prozent dank fortgesetzten Anstiegs der Löhne.

In den Vereinigten Staaten sanken im gleichen Zeitraum die Lohnstückkosten um -0,1 Prozent (Vorquartal: +0,1 Prozent), obwohl die Arbeitsproduktivität um 0,5 Prozent und die Löhne um 0,4 Prozent anstiegen.

In der Euro-Zone wuchsen die Lohnstückkosten für die gleiche Beobachtungszeit um 0,1 Prozent in Folge der um 0,3 Prozent gestiegenen Löhne; der Produktivitätszuwachs fiel dabei mit einem Plus von +0,12 Prozent verhalten aus.

Die Daten für einen Vergleich mit dem Vorquartal bzw. dem Vorjahresquartal liegen weder für alle OECD-Länder noch für alle 17 Länder der Eurozone vor.

Österreich im OECD-Vergleich zum Vorquartal

Österreichs Lohnstückkosten erhöhten sich in den heurigen Quartalen jeweils um +0,9 Prozent, die Löhne stiegen dabei in allen drei Quartalen um je +0,9 Prozent bei jeweils gleichbleibender Arbeitsproduktivität. Damit liegt Österreich - mit Ausnahme der Arbeitsproduktivität - über dem Euro-Zonen-Schnitt und OECD-weit auf dem dritten Platz, überrundet von Südkorea (+2,1 Prozent) und Japan (+1,0 Prozent). Rückgänge der Lohnstückkosten zeigen Ungarn (-0,1 Prozent), die Slowakische Republik (-0,2 Prozent), Dänemark (-0,5 Prozent), Spanien (-0,7 Prozent) und Australien (-1,1 Prozent).

Österreichs Löhne kommen im Vorquartalsvergleich mit +0,9 Prozent auf Rang 4 zu liegen. Auf den ersten drei Plätzen glänzen Südkorea (+1,7 Prozent), Großbritannien (+1,1 Prozent) und Kanada (+1,0 Prozent). Rückgänge zeigen Spanien (-0,2 Prozent), die Tschechische Republik -0,3 Prozent), Dänemark (-0,4 Prozent) und Australien (-0,6 Prozent).

Österreichs Produktivität je Arbeitseinheit ist im Vergleich zu den zwei Vorläuferquartalen gleich geblieben. Damit liegt Österreich nur auf Platz 13 und damit in etwa im Mittelfeld. Österreich voraus sind Polen (+2,8 Prozent), Großbritannien und die Slowakische Republik (jeweils +0,6 Prozent) sowie Spanien und Australien (jeweils +0,5 Prozent).

Österreich im OECD Vergleich zum Vorjahresquartal

Die Lohnstückkosten sind in Österreich im Vergleich zum Vorjahresquartal um +3,7 Prozent gewachsen. Damit liegt Österreich an fünfter Stelle, soweit die Daten bislang vorliegen. Südkorea (+5,8 Prozent), Ungarn (+5,6 Prozent), Großbritannien (+4,3 Prozent) und Finnland (+4,2 Prozent) eilen diesbezüglich Österreich voraus. Praktisch stabil geblieben sind die Lohnstückkosten in Australien (+0,7 Prozent), gefallen in der Slowakischen Republik (-1,0 Prozent) und in Spanien (-3,0 Prozent). Produktivitätseinbußen erlitten Italien (-0,1 Prozent), Finnland (-0,2 Prozent), die Tschechische Republik, Südkorea, Portugal (jeweils -0,4 Prozent) und die Niederlande (-0,8 Prozent).

Die Löhne sind in Österreich im Vergleich zum Vorjahresquartal um +3,4 Prozent zugenommen. Damit liegt Österreich vorläufig an dritter Stelle, nur Südkorea (+5,3 Prozent) und Ungarn (+4,4 Prozent) weisen höhere Löhnanstiege aus. Stabil blieben die Löhne mit geringem oder keinem Anstieg in der Tschechischen Republik (+0,9 Prozent) und Italien (0,0 Prozent), gefallen sind sie in Spanien und Slowenien jeweils um -0,3 Prozent.

Die volkswirtschaftlich bedeutsame Produktivität je Arbeitseinheit ist in Österreich im Vergleich zum Vorjahresquartal um -0,2 Prozent gefallen. Damit liegt Österreich derzeit an 10. Stelle und damit in etwa im Mittelfeld. Auf den ersten Plätzen rangieren Polen (+4,9 Prozent), Spanien (+2,7 Prozent), Australien und die Slowakische Republik (jeweils +2,5 Prozent). Im Respektabstand folgen Portugal, Kanada, Frankreich, Deutschland und Dänemark (zwischen +0,3 Prozent und 0,0 Prozent). Die stärksten Produktivitätseinbußen verzeichnen Slowenien (+1,6 Prozent), Großbritannien (-1,8 Prozent) und vor allem Italien (-2,2 Prozent).

Weitere Ergebnisse

Kursorisch sei erwähnt, dass im Vorquartalsvergleich die Lohnstückkosten in Deutschland, Frankreich, Finnland, Belgien und Ungarn. Steigende Löhne sowie eine niedrige bzw. leicht sinkende Arbeitsproduktivität standen dabei Pate. Vor allem Großbritannien ragt mit einem deutlichen Lohnstückkostenzuwachs auf dem Hintergrund einer relativ starken Teuerungsrate hervor, hebt aber gleichzeitig die Arbeitsproduktivität um +0,6 Prozent an. Nur das Nicht-Euro-Land Norwegen übertrifft die britische Entwicklung bei allerdings um -1,3 Prozent sinkender Produktivität je Arbeitseinheit im gleichen Beobachtungszeitraum.

In Irland, Spanien und Portugal erniedrigten sich die Lohnstückkosten unter ein Vorkrisen-Niveau. Für Griechenland liegen

seit dem II. Quartal 2011 keine Daten vor. seit dem II. Quartal 2011 keine Daten vor.

 

Eine ebenso gute wie kritische Integration dieser Nachricht und der Schaubilder in Ihre längerfristigen Wirtschafts- und Börsenerwartungen wünscht Ihnen

Ihr Michael Schüller 

***

Michael Schüller ist Arzt und Pathologe. Er widmet sich seit 40 Jahren als Finanzanleger wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Im Ordoliberalismus sieht er eine politische Kraft, Wirtschaft und Gesellschaft vernünftig zum Wohl aller zu gestalten. - Es folgen Links und Verweise auf Wikipedia-Artikel. 

Link

System of unit labour cost, OECD - Updated: December 2012 (OECD)

System of unit labour cost, OECD - Updated: December 2012 (6-Seiten-PDF, OECD)

Early Estimates of Quarterly ULC Indicators - Total economy (OECD)

 







LINKES BILD:
ULCs point to moderate inflationary pressure 	Euro area (Selected areas, year-on-year percentage change) * * * * 
RECHTES BILD:
ULCs continue to adjust in most major OECD countries (Index, 2002Q1=100)
LINKES BILD: ULCs point to moderate inflationary pressure Euro area (Selected areas, year-on-year percentage change) * * * * RECHTES BILD: ULCs continue to adjust in most major OECD countries (Index, 2002Q1=100)

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2012Q3 on 2012Q2 - Early Estimates of Quarterly Unit Labour Costs broken down by Labour Compensation per Unit of Labour Input and Labour Productivity (Seasonally adjusted, Percentage change, Total economy)
2012Q3 on 2012Q2 - Early Estimates of Quarterly Unit Labour Costs broken down by Labour Compensation per Unit of Labour Input and Labour Productivity (Seasonally adjusted, Percentage change, Total economy)

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2012Q3 on 2011Q3 - Early Estimates of Quarterly Unit Labour Costs broken down by Labour Compensation per Unit of Labour Input and Labour Productivity (Seasonally adjusted, Percentage change, Total economy)
2012Q3 on 2011Q3 - Early Estimates of Quarterly Unit Labour Costs broken down by Labour Compensation per Unit of Labour Input and Labour Productivity (Seasonally adjusted, Percentage change, Total economy)

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