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Grossinsolvenz von Frächter Stadler angekündigt

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13. Dezember 2012 07:15

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Wegen Abgabenforderungen


Der oberösterreichische Großfrächter Stadler in Peuerbach im Bezirk Grieskirchen hat in Briefen an Geschäftspartner Insolvenzanträge für seine beiden Firmen "Stadler Güterverkehrs GmbH" und "Stadler Speditions GmbH" angekündigt. Als Ursache der Pleite werden Steuer- und Abgabenvorschreibungen von 48,7 Millionen Euro angeführt. Das berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) in ihrer Mittwochausgabe unter Berufung auf einen auch an sie versendeten Brief des Unternehmens.

Die Forderungen der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK) werden laut OÖN mit 42 Mio. Euro kolportiert, jene bei der Finanz dürften den Rest auf die von Stadler selbst genannten 48,7 Mio. ausmachen. Diese will und kann man offensichtlich nicht begleichen. Aus der Sicht von Firmenchef Gerhard Stadler handle es sich bei den Vorschreibungen um eine Doppelbesteuerung, die EU-widrig sei. "Diese Doppelbelastung kann wohl vom besten Management der Welt nicht geschultert werden", meint der Frächter.

Die Geschäftspraktiken des Peuerbacher Großfrächters werden laut OÖN seit Jahren sowohl in der Branche als auch von den Behörden kritisch gesehen. Stadler hat den Großteil seiner Lkw in Tochterfirmen in Tschechien oder Rumänien angemeldet. Auch die Fahrer stammen aus diesen Ländern. Sie nehmen die Transporte aber in Österreich auf. Sowohl die OÖGKK als auch die Finanz würden von illegaler Ausländerbeschäftigung ausgehen. 2010 gab es eine Anzeige, in der von 1.000 Fällen die Rede war.

Der operative Transportbetrieb wurde zuletzt in zwei neue Firmen, die "Statransport" und in die "Stadler Cargo und Transportlogistik" verlagert, heisst es im Zeitungsbericht. Statransport wurde am 1. Juni 2012 gegründet und gehört Stadlers 23-jähriger Tochter Elisabeth. In der zweiten operativen Cargo-Firma ist sie seit Jänner dieses Jahres 60-Prozent-Gesellschafterin. Ihrem Bruder Clemens, der seit Jahren in der Firma tätig ist, gehören 40 Prozent. Laut dem 72-jährigen Gerhard Stadler stehen die Insolvenzfirmen damit in keinem Zusammenhang mit den derzeit ausführenden Transportbetrieben.

Die OÖN berichten darüber hinaus, dass die Eigentümergesellschaft jener zwei Firmen, für die jetzt Insolvenz beantragt wird, seit 8. Dezember einen neuen Eigentümer habe. Die Kinder Elisabeth und Clemens Stadler hätten ihre Anteile vergangenen Freitag ihrem Vater übertragen. Der Unternehmer werde die Insolvenz damit selbst bewältigen. Da die beiden alten Firmen nicht mehr operativ tätig sind, sei davon auszugehen, dass Konkurs angemeldet und nicht ein Sanierungsverfahren angestrebt wird. Über die Überschuldung gebe es keine Angaben. Die genannten 48,7 Mio. Euro Abgabenschulden würden auf ein Grossverfahren schließen lassen.

In der Mitteilung an die OÖN heisst es, dass in den betroffenen Firmen 16 Mitarbeiter beschäftigt seien, die von den Transportfirmen übernommen würden. Arbeitsplätze würden keine verloren gehen. Doch könnte es sich um altgediente Mitarbeiter mit hohen Abfertigungsansprüchen handeln, die der Insolvenzentgeltsicherungsfonds zahlen müsse. Stadler soll laut Brancheninformationen noch etwa 300 Lkw fahren haben, zitiert die Zeitung. Vor zwei, drei Jahren sollen es noch an die 1.000 gewesen sein. In der Gruppe beschäftige Stadler etwa 1.450 Mitarbeiter.

(Quellen: APA, Oberösterreichische Nachrichten)





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  • 2012-12-13 11:00:58
    tukan

    Erinnert mich ...

    ... irgendwie an die "Herumschieberei" vor der Insolvenz vom Schlecker. Man wird sehen, ob die Gläubiger bzw. der Masseverwalter das so einfach hinnehmen.

    Tukan

    antworten

  • 2012-12-13 11:33:11
    Otto Normalinvestor

    Re(1): Erinnert mich ...

    In Ö ist alles Anfechten schwer. Es wird wohl so bleiben, wie es ist. Schuldner mit Grips richten sich´s schon.

    antworten

  • 2012-12-13 14:47:37
    LASKler

    Re(2): Erinnert mich ...

    Der Skandal an der Geschichte ist, das 2 GmbH in die Insolvenz geschickt werden & mit 2 neuen das Geschäft normal weiter Läuft.
    Bananen Republik Österreich

    antworten

  • 2012-12-13 14:47:37
    LASKler

    Re(2): Erinnert mich ...

    Der Skandal an der Geschichte ist, das 2 GmbH in die Insolvenz geschickt werden & mit 2 neuen das Geschäft normal weiter Läuft.
    Bananen Republik Österreich

    antworten

  • 2012-12-13 14:47:40
    LASKler

    Re(2): Erinnert mich ...

    Der Skandal an der Geschichte ist, das 2 GmbH in die Insolvenz geschickt werden & mit 2 neuen das Geschäft normal weiter Läuft.
    Bananen Republik Österreich

    antworten

  • 2012-12-13 20:55:06
    big_mac

    Re(3): Erinnert mich ...

    Ich bezweifle, dass es besser wäre der Betrieb würde nicht weiterlaufen. Reale Gläubiger scheinen auch nicht betroffen, also wozu die Aufregung ?

    antworten

  • 2012-12-13 21:35:10
    twin

    Re(4): Erinnert mich ...


    - sind gkk und fa nicht real?

    - laskler: das sind nicht unübliche methoden in ö.
    die gesetze ermöglichen eine entschuldung und übergabe auf
    kosten der allgemeinheit, wie man sieht.

    antworten

  • 2012-12-13 21:42:38
    exbipa

    Re(5): Erinnert mich ...

    So ein Schw..n wie Stadler gehört hinter Gitter.
    Und seine 2 Nachkommen gleich dazu.

    antworten

  • 2012-12-13 21:58:23
    big_mac

    Re(5): Erinnert mich ...

    dasklingt jedenfalls nicht nach realen Forderungen, sondern nach irgendwelchen Konstrukten. Soll ja in Österreich gelegentlich vorkommen.

    antworten

  • 2012-12-13 22:11:06
    twin

    Re(6): Erinnert mich ...


    man müsste wissen, ab wann das so läuft, sind strafen dabei,...könnte schon realistisch sein aus sicht von gkk und fa.

    mich wundert aber, dass solche fälle (nicht österreicher angest. bei
    nicht österr. firma mit hauptsitz und haupttätigkeit in ö ) anscheinend nicht rechtsgültig festgelegt sind.
    davon gibt es doch jede menge.

    oder ist es ohnehin fixiert und er entzieht sich auf diese art und
    weise.

    antworten

  • 2012-12-14 12:20:47
    LASKler

    Re(7): Erinnert mich ...

    Wie soll man einen das den Bürgern erklären, geht mit zwei GmbH in die Insolvenz (streift Schulden ab) für die alle Zahlen müssen GKK zb.

    :-P

    Jetzt können manche sagen dies ist Gestzlich erlaubt, aber Moralisch?
    Jetzt frage ich wieder wie erklärt man sowas denn ottonormal verbraucher

    antworten

  • 2012-12-14 12:30:54
    tukan

    Re(8): Erinnert mich ...

    Ich kann der oö. GKK und der Finanz nur raten, es auf echt brutal zu machen, so wie der Hedge Fund Elliot in afrik. Gewässern ein Schiff beschlagnahmt hat:

    Laßt die Mautpolizei der ASFINAG jeden STADLER-Sattelschlepper, der auf österr. Autobahnen unterwegs ist, beschlagnahmen! Damit a Ruah is.

    Euer Tukan

    antworten

  • 2012-12-14 14:04:47
    LASKler

    Re(9): Erinnert mich ...

    gefällt mir

    antworten


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