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Bergbau steht in der Dominikanischen Republik in der Kritik

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16. November 2012 17:09



Protest der Bevölkerung


Nicht nur in Südafrika gibt es derzeit Proteste im Bergbausektor. Auch andere Nationen durchleiden, fast unbeobachtet von der Weltöffentlichkeit, eine ähnliche Situation.

In hiesigen Gebieten denkt man bei der Nennung der Dominikanischen Republik vor allem an Urlaub und eventuell noch an exotische Früchte. Den Bergbau mit dem Inselstaat in der Karibik zu verbinden, gelingt nur wenigen. Doch in dem Land existiert ein Bergbausektor, der zwischenzeitlich an Bedeutung gewonnen hatte. Gold, Silber, Bauxit und Zink zählen zu den Exportrohstoffen.

Seit etwa zwei Monaten gibt es jedoch vermehrt Proteste gegen den Bergbau im Land. Grund sind weniger Forderungen nach höheren Löhnen, vielmehr ist es die Sorge vor Umweltproblemen, die die Demonstrationen auslöste. Seit Oktober gibt es Widerstand gegen das Projekt einer Xstrata-Tochter (WKN: 552834), bei dem es um den Abbau von Nickel geht. Sowohl Einheimische als auch NGOs fürchten Umweltschäden. Ein Gericht hat das Projekt gestoppt, Xstrata hat Einspruch eingelegt. Die Proteste haben sogar die Hauptstadt Santo Domingo erreicht. Sowohl vor dem Präsidentenpalast als auch vor der kanadischen Botschaft kam es zu Demonstrationen.

Jetzt soll sich die UNO mit dem Problem befassen. Die Regierung hat das UN-Entwicklungshilfeprogramm angerufen, um in dem Fall eine Empfehlung zu geben. Diese Behörde wurde schon 2010 bei einem ähnlichen Fall um Rat gefragt, damals führte dies dazu, dass das Projekt gestoppt wurde.

Auch das Goldprojekt Pueblo Viejo, das rund 100 Kilometer von Santo Domingo entfernt liegt und von Barrick Gold (WKN: 870450) und Goldcorp (WKN: 890493) betrieben wird, hat in den vergangenen Wochen Proteste erlebt. Hier geht es darum, dass Einheimische mehr Jobs auf der Mine erhalten wollen. 20 Menschen wurden bei den Protesten verletzt, es entstanden mehrere Brände.

Jüngst hat sich zudem ein Parlamentsmitglied der Regierungspartei gegen die Lizenzerteilung für ein Goldprojekt der kanadischen Bergbaugesellschaft Unigold (WKN: 216160) ausgesprochen. Diese hatte kurz zuvor noch die bergbaufreundliche Politik des Landes gelobt. Bei dem Goldprojekt soll es ebenfalls Umweltprobleme geben.

Die zunehmenden Proteste gegen Bergbauprojekte beunruhigen Unternehmen, Analysten und Politiker. Der Ruf als bergbaufreundliches Land ist in Gefahr, es gibt bei Geldgebern erste Überlegungen hinsichtlich künftiger Investitionen. Die Regierung steht zwar zum Bergbau, selbst Umweltminister Gomez sieht die Branche als vorteilhaft für die Zukunft des Landes an. Doch die Proteste auf der Straße sprechen eine andere Sprache.

 


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