Morning News: Deutsche Bank, Bayer, Dt. Börse, MAN, Hugo Boss, Telefonica Deutschland
30. Oktober 2012 07:13
Banken
Die Deutsche Bank hat in den vergangenen drei Monaten nach Einschätzung von Analysten von der verbesserten Stimmung an den Börsen kaum profitieren können. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis zum 26. Oktober befragten Analysten rechnen im Schnitt mit einem Rückgang des Überschusses um knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 619 Millionen Euro. Das wäre auch noch einmal etwas schwächer als die 650 Millionen Euro im zweiten Jahresviertel.
Chemie
Beim Pharma- und Chemiekonzern Bayer rechnen Experten mit einem soliden dritten Quartal und einer unveränderten Prognose für das Gesamtjahr. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg am 26. Oktober befragten Analysten rechnen im Schnitt für das dritte Quartal mit einem Umsatzanstieg um sieben Prozent auf 9,28 Milliarden Euro. Unter dem Strich erwarten die befragten Experten mit 653 Millionen Euro beim Gewinn einen Anstieg um knapp zwei Prozent. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie vor Sonderposten rechnen die Analysten mit einem noch moderateren Plus um ein Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.
Finanzdienstleister
Die Beruhigung an den Finanzmärkten hat der Deutsche Börse im dritten Quartal nicht geholfen. Der Überschuss des Dax-Unternehmens halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 159,9 Millionen Euro, wie es am Montag nach Börsenschluss in Eschborn bei Frankfurt mitteilte. Das war noch etwas schwächer als von Analysten erwartet. Der Börsenbetreiber litt unter geringen Umsätzen, da sich angesichts der unklaren Entwicklung der Schuldenkrise in Europa viele Anleger mit Aktiengeschäften zurückhielten.
Industrie
Der Lastwagenbauer MAN stellt heute (Dienstag) die Zahlen für das dritte Quartal vor. Die Münchner VW-Tochter bekommt wie das Schwesterunternehmen Scania und Volvo die Schwäche der europäischen Märkte deutlich zu spüren. Der Umsatz des Konzerns sank zwischen Juli und September um gut 2 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro, wie aus den bereits bekannten Zahlen der Wolfsburger Konzernmutter hervorgeht. Auch das operative Ergebnis ging kräftig zurück. Den VW-Zahlen zufolge verbuchte MAN hier nur noch 161 Millionen Euro.
Konsum
Der Modekonzern Hugo Boss hat aus Sicht von Analysten im dritten Quartal an Fahrt verloren. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Montag befragten Analysten erwarten im Schnitt eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent auf 652 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sollte um 2,6 Prozent auf 182 Millionen Euro gestiegen sein. In der gleichen Größenordnung dürfte auch das Nettoergebnis zugelegt haben, das bei 123 Millionen Euro erwartet wird.
Telekom
Die spanische Telefongesellschaft Telefonica hat den Preis für die Aktien ihrer deutschen Tochter auf 5,60 Euro je Stück festgelegt. Insgesamt hätten 258,75 Millionen Anteilscheine (einschließlich 33,75 Mio. mehr-zugeteilte Aktien im Zusammenhang mit der Greenshoe-Option) einen Käufer gefunden, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Damit liegt das Platzierungsvolumen bei 1,449 Milliarden Euro. An diesem Dienstag sollen die Papiere erstmals im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden.
Versicherer
Die Allianz schraubt nach einem überraschend starken Sommerquartal die Erwartungen herauf. Der operative Gewinn dürfte in diesem Jahr die Schwelle von 9 Milliarden Euro übertreffen, teilte der Dax-Konzern überraschend am Montagabend in München mit. Bislang hatte die Allianz-Spitze um Vorstandschef Michael Diekmann lediglich 7,7 bis 8,7 Milliarden Euro in Aussicht gestellt nach 7,9 Milliarden ein Jahr zuvor.
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