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28. Oktober 2012 19:47
Um die Goldreserven der Bundesrepublik Deutschland gab es in den letzten Tagen und Wochen Schlagzeilen, denn der Bundesrechnungshof hat die Bundesbank aufgefordert die Goldbarren im Ausland zu zählen und mindestens stichprobenartig zu kontrollieren. 3.396 Tonnen Gold sind es, die in Tresoren in den USA, in England und in Frankreich lagern. Erstmals in der Geschichte der Bundesbank wurden die exakten Mengen veröffentlicht, die in der Nähe der Goldhandelsplätze eingelagert sind, um sie von dort aus im Notfall schnell verkaufen zu können, hörte man aus den Kreisen der Bundesbanker. 1.536 Tonnen Gold sind in den USA, bei der US-Notenbank FED gelagert, 450 Tonnen bei der Bank of England in London, 374 Tonnen bei der französischen Notenbank und 1.036 Tonnen hat die Bundesbank in ihrem Bestand in Deutschland. Die deutschen Goldreserven haben aktuell einen Marktwert von ca. 144 Milliarden Euro. Jetzt wurde angekündigt, dass in den nächsten drei Jahren 150 Tonnen Goldbarren aus New York nach Deutschland gebracht werden.
Einlagerung von 450 Tonnen Gold kostet 500.000 Euro p.a.!
Die Lagerkosten für das Gold, das bei der Bank of England liegt, werden allein pro Jahr mit etwa 500.000 Euro beziffert. Durch die öffentliche Diskussion will die Bundesbank jetzt dafür sorgen, dass die Goldbestände im Inland und Ausland in einem ausgewogeneren Verhältnis gelagert werden. Die Argumentation, dass man die Goldbarren an den Goldhandelsplätzen aufbewahrt, um schneller handlungsfähig zu sein, wenn man sie als Währungsreserve braucht, erscheint jedoch etwas zweifelhaft. Ob das Gold in London oder Frankfurt lagert, ist bei einem Verkauf sicher kein Hinderungsgrund, aber Kosten in Höhe von 500.000 Euro den Engländern in jedem Jahr hinterherzuwerfen, sind ein starkes Argument, um mindestens diese 450 Tonnen Gold aus London und die 374 Tonnen Gold aus Paris schnell "nach Hause" zu holen.
www.rumas.de
RuMaS-Redaktion
Rudolf Markus Schug





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