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Die „richtige“ Wahl

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25. Oktober 2012 12:23


Nur noch wenige Tage sind es, bis die US-Bürger über das wichtigste politische Amt der Welt entscheiden. Nach drei direkten TV-Duellen lassen die Meinungsumfragen für den 6. November ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Barack Obama und Herausforderer Mitt Romney erwarten. Entsprechend der wirtschaftlichen Potenz der Vereinigten Staaten und der Machtfülle des Präsidenten fiebern die Börsen dem Wahlausgang entgegen. Schon seit Monaten wird über eventuelle Kurspotenziale im Vorfeld und auch im Nachgang der Wahl philosophiert. Viel interessanter ist aber nicht die kurzfristige Betrachtung, sondern welcher Präsident auf Sicht der gesamten Amtszeit besser für die Aktienmärkte ist.

Republikaner bevorzugt

Für die Wall Street fällt das Urteil klar aus. An den Finanzmärkten werden allgemein Republikaner bevorzugt, weil sie als Befürworter einer freien Wirtschaft gelten. Bei Mitt Romney gilt das im Besonderen, schließlich hat er sein Millionenvermögen selbst in der Finanzbranche verdient. Klare Sache also? Nicht unbedingt. Die aus dem deutschen Parteien-Spektrum gewohnte Einteilung kann man nicht auf die USA übertragen. Forderungen, wie sie etwa die Linken stellen, sind auch für einen Kandidaten der US-Demokraten undenkbar. Das Weltbild der Amerikaner basiert stärker auf Freiheit als auf sozialer Gerechtigkeit. Auch die US-Demokraten sind darauf bedacht, eine wirtschaftsfreundliche Politik umzusetzen. Etliche Erleichterungen für die Finanzindustrie, die die Börsen erst beflügelt haben, heute aber für die Probleme verantwortlich gemacht werden, stammen aus der Amtszeit Bill Clintons - einem Demokraten. Dazu hat Obama den Bonus des Amtsinhabers. Man weiß, was man hat. Welche Vorschläge Mitt Romney dagegen aus dem Hut zaubert, kann keiner genau sagen. Und die Börsen hassen Ungewissheit.

Kein Grund zur Sorge

Für die Anleger besteht also erst einmal kein Grund zur Sorge - egal wie die Wahl ausgeht. Und auch die Wall Street sollte ihre Präferenzen zum republikanischen Lager überdenken. Schließlich war die Amtszeit des Republikaners George W. Bush durch eine Vielzahl an Krisen (inklusive 9/11) geprägt, die den Dow Jones acht Jahre auf der Stelle treten ließen. In der achtjährigen Amtszeit seines Vorgängers Bill Clinton hatte sich der Index dagegen fast verdreifacht. Und auch Obama kann eine positive Bilanz vorweisen: Seit er Präsident ist, kletterte der Dow Jones rund 25 Prozent.

In diesem Sinne

Wolfgang Braun





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Wolfgang Braun ist Chefredakteur des „Global Performance“. Der seit 1999 erscheinende Börsenbrief hat sich auf deutsche Wachstums-Aktien spezialisiert. Dank einer ausgefeilten und bewährten Anlagestrategie schlägt das Musterdepot die Vergleichsindizes deutlich. So schaffte das Wachstumswerte-Depot seit seiner Auflegung im März 1999 eine durchschnittliche jährliche Performance von rund 15 Prozent - obwohl in diesen Zeitraum der dramatische Niedergang des Neuen Marktes fällt. Weitere Informationen unter www.globalperformance.de.

 

 

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