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Erste Group: Luft nach oben gibt's - zumindest theoretisch

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17. Oktober 2012 14:30

company aus dem BE company
Wir haben zwar ein „Goldenes Kreuz“, doch zuerst gilt es den Widerstand (Fibonacci) bei 19,74 Euro zu ­überwinden. Dann wäre Luft nach oben

Mehr dazu, plus ein Blick auf die Branchenentwicklung, gibt es unter http://bit.ly/WtBxRN






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  • 2013-06-03 11:38:06

    Erste Group zahlt 98 Mio. Euro an die Republik Österreich

    antworten

  • 2013-06-03 14:55:24
    mosias hj

    Also es ist und bleibt mir nicht verständlich

    wie eine gesunde Bank dieses Kapital nicht zurückzahlt bei 8 Prozent Zinszahlung?

    antworten

  • 2013-06-03 16:33:41
    stcorona

    Re(1): Also es ist und bleibt mir nicht verständlich

    na wieso - die 4,1 Milliarden EZB zu 1 % sind brav retourgeflossen (bis auf ein paar Zerquetschte) - anders gehts eben nicht - leider.....

    ...das Geld von der 2010 KE schon geschmolzen, bedenkt man was seit dem verbraten wurde. Angeblich eine Kerneinschmelze.
    wer weiß das aber schon.

    Treichl sagte damals kurz vor der KE Dinge die sich später als anders entpuppten, man könnte sagen er hat gelogen, aber lügen tut man nicht-
    Treichls Einpeitschen für die Investoren, die Schmackhaftmachung, jeder weiß wie hoch die Jungen kosteten und wies heute aussieht....:

    „Für uns waren zwei Überlegungen ausschlaggebend zum jetzigen Zeitpunkt eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Einerseits zeigen unsere Quartalsergebnisse eindrücklich, dass unser Geschäftsmodell einer Retail- und Mittelstandsbank auch in wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten erfolgreich funktioniert und die Region Zentral- und Osteuropa ein für uns anhaltend interessanter Wachstumsmarkt ist. Andererseits wollen wir unsere Kernkapitalquote erhöhen und die Qualität des Kapitals verbessern“, erklärte Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Group. „Die Mittel aus der Kapitalerhöhung fließen in vollem Umfang in das Kernkapital und werden - nicht - für die Rückzahlung des von der Republik Österreich und privaten Investoren gezeichneten Partizipationskapitals verwendet. Wir wollen uns damit als gut kapitalisierte Bank voll auf die Umsetzung unserer Retailstrategie in der Region Zentral- und Osteuropa konzentrieren und Wachstumschancen wahrnehmen“
    -------------------------------------------------------------------

    Ja und was dann kam wissen wir alle und auch die Leser hier:
    KE - dann die Abschreibungen bis hin zu Rum. und dann kamen die CDS (SWAPS).
    Was dann kam ?

    Dann kam das:

    "Das Milliarden-Desaster der österreichischen Erste Group zeigt, warum die Bankenkrise systemisch ist: Angebliche Wunder-Banker werden engagiert, die Wirtschaftsprüfer verstehen nicht, was sie prüfen, der Bankdirektor attackiert die Politik – und am Ende zahlt der Steuerzahler".

    Dieser Artikel sollte genau gelesen werden - viele dieser recherchierten Tatsachen wurden im Inland verdreht oder verschwiegen. Zusätzlich wurden 180 Mill. aus einer Vorbilanz bereinigt und (laut Artikel) wurde da erheblich getrickst.

    W



    antworten

  • 2013-06-03 16:36:15
    stcorona

    Re(2): Also es ist und bleibt mir nicht verständlich

    der link dazu fehlte, dafür jetzt:

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/10/27...

    Wer das jetzt intus hat weiß Bescheid - so sieht die ungeschminkte Wahrheit aus.....

    nicht schlecht, dass man wieder mal über die EBS schreiben kann.

    antworten

  • 2013-06-03 16:48:19
    stcorona

    Re(3): Also es ist und bleibt mir nicht verständlich


    Besser hier der Artikel nochmals für linkfaule user.
    Zu beachten wäre auch der Input in der Mitte zum anklicken
    unter "Methoden dazu hier" die aber nicht hier angeklickt werden können, daher von mir nach dem Artikel angefügt werden.
    Die Brisanz des Inhalts sollte mal die Sache ins richtige Licht rücken und der CEO ernsthaft hinterfragt werden, denn was sich da abspielte erscheint mir zumindest die Zeit des Lesens hier wert und keine verlorene Zeit. Hier ist auch der Grund zu suchen, wo die Bank notiert. Kein vernünftiger deutscher Investor würde die EBS such ins Depot legen, retails schon gar nicht, außer zu Zockerzwecken.

    A r t i k e l:
    Die Erste Group verstand sich immer schon als österreichisches Vorzeigeunternehmen. Besonders der Vorsitzende des Vorstands, Andreas Treichl, wird wie ein österreichischer Banken-Mozart hofiert. Und er nutzt seine Narrenfreiheit gerne für markige Sprüche. So bescheinigte er im Mai in einem Interview für die Zeitung „Der Standard“ der Politik pauschal komplette Ahnungslosigkeit. „Unsere Politiker sind zu blöd und zu feig dazu und zu unverständig dafür, weil sie von der Wirtschaft keine Ahnung haben um dagegen zu wirken und das wird Österreich schaden und wir werden hinter andere Länder zurückfallen.”

    Allerdings dürfte auch Treichl selbst wenig Ahnung gehabt haben – zumindest von seinem eigenen Unternehmen: Noch vor weniger als zwei Wochen sagte er, dass die Erste ihre Gewinnprognose nicht revidieren werde, und 800 Millionen Euro Gewinn in diesem Jahr erwirtschaften werde. Am Montag nun hatten sich die 800 Millionen in einen Verlust in derselben Höhe verwandelt. Die Tatsache, dass sein Unternehmen binnen 14 Tagen um 1,6 Milliarden Euro ärmer geworden ist, begründete Treichl im österreichischen Fernsehen wenig überzeugend mit „ad-hoc-Meldepflichten“.

    Unterdessen stellt sich heraus, dass Treichl auch über die Gründe des Niedergangs geflunkert hatte: Nicht die osteuropäischen Teile der Bank sind für den Verlust verantwortlich, sondern CDS-Spekulationen. CDS (Credit Default Swaps) sind eine Art Kreditversicherung. Diese waren von der Erste nicht ordnungsgemäß in der Bilanz offengelegt worden. Für Experten stellen sich viele Fragen: Wer ist in Österreich für die Einhaltung der Bankgesetze zuständig? Wie viel Risiko wurde ins restliche Europa veschoben? (Methoden dazu hier) Wie konnten die Wirtschaftsprüfer (Ernst&Young) diese gravierenden Mängel übersehen? Warum waren die Erste Banker so blöd, die CDS so offensichtlich falsch zu verbuchen?

    Über die meisten Frage herrscht naturgemäß Unklarheit: Es wird jedoch befürchtet, dass die Erste ihre Schrottpapiere, schön verpackt in neu Schrottpapiere, an andere europäische Banken verkauft haben. Damit könnte ein österreichischer Virus in Umlauf gebracht worden sein, der noch manchem in Europa Sorgen machen wird. Die Einhaltung der Bankgesetze scheint nicht oberste Priorität der österreichischen Bankenaufsicht zu sein – ein Systemmangel, den zu beklagen müßig ist, weil die Banken mit ihren Tricksereien immer schneller sind als die Regulatoren.

    Anders verhält es sich mit den Wirtschaftsprüfern: Experten halten es für schlicht undenkbar, dass Ernst&Young den Bilanzschwindel nicht bemerkt haben soll. Mit insgesamt 8 Milliarden Euro an riskanten Papieren sei die Summe einfach zu hoch, um „übersehen“ zu werden. Ernst&Young liefert damit ein weiteres Bravourstück an kreativer Buchhaltung ab: Die Prüfer hatten vor nicht allzu langer Zeit den Lehman Brothers vollkommene Unbedenklichkeit bescheinigt. Der Staatsanwalt von New York versucht, Ernst&Young wegen dieser Sorglosigkeiten zu belangen.

    Selbst Außenstehende haben das Desaster vorhergesehen: Der österreichische Föhrenbergkreis schreibt auf seiner Webseite „Wir haben schon im April 2009 den Jahresabschluss der Erste Group 2008 analysiert und dabei festgestellt, dass statt einem ausgewiesenen “Gewinn“ von 1,039 Milliarden Euro bei aufrichtiger Bilanzierung ein erheblicher Verlust zu schreiben gewesen wäre.“

    Was die Kompetenz der Top-Banker der Erste anlangt: Man kann dem Management keinen Vorwurf machen. Andreas Treichl hatte doch extra ein Top-Team für diese Aufgaben engagiert: Die Erste ist von den jenen „Finanzgenies“ beraten worden, die die Citigroup 2008 wegen der Anhäufung exorbitanter Verluste entlassen habe. Ein Kommentator auf der Website der Financial Times schreibt: „Jetzt haben sie es wieder getan, aber diesmal auf Kosten der österreichischen Steuerzahler. Ich bin mir sicher, auf dem Papier haben Sie erst einmal riesige Gewinne eingefahren und entsprechende Boni kassiert.“


    den Inhalt "Methoden dazu hier" im nächsten post

    antworten

  • 2013-06-03 16:56:15
    stcorona

    Re(4): Verstehst du jetzt ?


    "M e t h o d e n dazu h i e r"

    Das CDS-Konzept: Banker bekommt Bonus, Bank verliert Bonität

    Deutsche Mittelstands Nachrichten | Veröffentlicht: 13.10.11, 13:20 | Aktualisiert: 13.10.11, 21:39 | 9 Kommentare

    Keine andere Bank hat ihre Schrottpapiere so ungeschickt versteckt wie die Erste Group aus Österreich. Bei genauem Hinsehen erkennt man jedoch: Es gibt noch andere Möglichkeiten, wie man die Boni der Banker sichert - und gleichzeitig die Kreditwürdigkeit der Bank verschlechtert.












    Ihren XING-Kontakten zeigen



    Themen: Banken Krise, CDS, Erste Group, EU-Kommission, Euro Krise, Financial Times, Goldman Sachs


    Goldman Sachs hat die größten Banken Europas nach ihrer Handhabung von Kreditausfallversicherungen (CDS) befragt. Zwar hat der großen europäischen Banken ihre Schrottpapiere so ungeschickt in den Bilanzen versteckt wie die österreichische Erste Group. Alle Institute würden formal die CDS in ihren Büchern den Märkten offenlegen. Goldmann Sachs hatte versucht, die 50 größten Banken in Europa zu befragen und hat nach eigener Auskunft 36 erreicht – von der Commerzbank und Deutschen Bank über die Piräus Bank und Santander zu Credit Suisse. Alle 36 haben laut Goldman Sachs den tatsächlichen aktuellen Marktwert ihrer Credit Default Swaps (CDS) angegeben.

    Das ist allerdings noch kein ausreichender Beitrag zur Transparenz: Wichtig für die Banken ist es nämlich nur, den formalen Anforderungen der Wirtschaftsprüfer zu entsprechen. Diese prüfen im Grunde nur, ob es es für jede Position in den Aktiva eine Gegenposition in den Passiva gebe. Was sich hinter den einzelnen Positionen versteckt, können die Wirtschaftsprüfer materiell meist gar nicht feststellen. Denn gerade die Big Four, die die Banken als Oligopol prüfen, haben das Instrument der Wirtschaftsprüfung stark schematisiert. Im Grunde arbeiten Universitätsabgänger anhand von Checklisten bestimmte Punkte ab, ohne das Geschäft auch nur im Ansatz zu verstehen.

    Nach einer Analyse der Financial Times gibt es daher noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die wahren Wertverluste zu verstecken. So können durch komplizierte Bilanzierungstricks Schrottpapiere „reklassifiziert“ werden, wodurch die Werthaltigkeit verschleiert wird. Ebenso können verschiedene Schrottpapiere aus der Gewinn- und Verlustrechnung genommen und unter Eigenkapital verbucht werden. Diese Praxis führt dann dazu, dass Banken Rekordgewinne und die Banker Rekordboni einstreifen – während die Bank gleichzeitig unaufhaltsam ihre Bonität verliert.

    Wichtig für all die Tricks ist nur: Solange am Ende Aktive und Passiva ausgeglichen sind, merken die Wirtschaftsprüfer nichts – und bei den Politikern kommt das Thema erst auf den Tisch, wenn die Banken wieder frisches Kapital benötigen.

    Dass Goldman Sachs ein Interesse an der Reinwaschung der Banken hat, erstaunt nicht: Die Investmentbank zählt zu den insgesamt 16 Banken und Investmenthäusern, gegen die die EU zurzeit wegen illegaler Preisabsprachen in Sachen CDS ermittelt. CDS waren unter anderem in die Kritik auch der EU- Kommission geraten, weil damit gegen Griechenland gewettet wurde.

    Link auch dazu:

    http://dmn.blogformdm.com/2011/10/27...

    Ich denke wenn man wieder T. als Genie betitelt sollte man das in Erwägung ziehen, er ist nämlich wirklich eines, ein durchschautes....

    Ich hoffe, dass das auch angekommen ist, dazu ist das Forum nämlich da, sich auszutauschen, Informationen weiter zu geben.

    lg


    antworten


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