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Voestalpine AG - Die Chancen überwiegen deutlich

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16. Oktober 2012 09:39

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Mittlerweile ist es rund 5 Jahre her, dass die Voest-Aktie in Kursregionen von über 60 Euro unterwegs war. Mitte 2008 wurde dann noch einmal kurzfristig die 50-Euro-Marke überschritten. Dass seither im globalen Finanzsystem und weltwirtschaftlich sehr viel passiert ist, ist unbestritten. Trotzdem stellt sich die Frage, ob es gerechtfertigt ist, dass die Aktie des Stahlkonzerns noch immer rund 65 % unter den damaligen Höchstwerten notiert.

Unserer Ansicht nach, hat sich die Voestalpine AG in den vergangenen Jahren auf operativer Ebene hervorragend geschlagen. Die Böhler-Übernahme, die, im Nachhinein gesehen, zu einem Zeitpunkt erfolgt ist, zu dem zyklische Werte, vor allem auch Titel aus der Stahlbranche, an der Börse zu sehr ambitionierten Kursen gehandelt wurden, wurde mittlerweile sehr gut verarbeitet. Mit den letzten Geschäftszahlen zum 30.06.2012 (Ende des ersten Quartales des Geschäftsjahres 2012/2013) wurde erstmals seit der Übernahme des Edelstahlspezialisten wieder eine Gearing-Ratio von unter 50 ausgewiesen. Bei ähnlichen Umsätzen wie im ersten Geschäftsquartal des Vorjahres, reduzierte sich der Gewinn je Aktie zwar um deutliche 34 % auf 0,74, dennoch taten sich internationale Mitbewerber im Vergleichszeitraum wesentlich schwerer und auch der Ausblick auf das Gesamtjahr klang recht zuversichtlich. Es war auch nicht das erste Mal in den vergangenen Jahren, dass die Unternehmensmeldungen und Geschäftszahlen großer ausländischer Stahlkonzerne scheinbar wesentlich deutlicher unter den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen litten, als das bei der voestalpine der Fall war. Die Umsicht des Managements und die Spezialisierung auf Nischen bzw. höherwertige Segmente, dürften hier wertvolle Beiträge geleistet haben.

Dass die, den Stahlkonzern betreffenden, Presseartikel zuletzt nicht immer nur angenehm waren, hat die kurzfristige Kursentwicklung sicherlich nicht positiv beeinflusst. Wir rechnen aber damit, dass die Kartellprobleme und auch sonstige, damit in Zusammenhang stehende, Berichte schon bald wieder weniger präsent sein werden und den operativen Unternehmensleistungen mehr Augenmerk geschenkt wird.

Viele Analysten haben die Aktie derzeit auf „kaufen“ und mehrere ausgegebene Kursziele liegen deutlich über den aktuellen Kursniveaus. Eine Ansicht, der wir uns voll und ganz anschließen können. Eine rasche Bestätigung dieser Annahme könnte vor allem dann erfolgen, wenn sich das Investitionsumfeld in Europa für die Stahlbranche etwas verbessert und, wenn es erste Anzeichen einer nachhaltigeren Konjunkturerholung, vor allem auch in Osteuropa, gibt. Beides wird nicht von heute auf morgen geschehen. Dennoch gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit für Verbesserungstendenzen in den kommenden Quartalen.

Charttechnisch gibt es massiven Widerstand bei rund 26 Euro und eine mindestens genau so starke Unterstützungszone bei etwa 19 Euro. Der knapp einjährige Abwärtstrendkanal seit dem Sommer 2011 wurde nachhaltig durchbrochen und die Aktie befindet sich aktuell etwa in der Mitte der zuvor angeführten Bandbreite. Ein neuerlicher Test der 26-Euro-Marke erscheint uns derzeit in einem stabilen Umfeld sehr wahrscheinlich. Danach könnte es auch aus technischer Sicht durchaus über 30 Euro gehen.

Wir haben die Voestalpine-Aktie in unserem Depot (www.pi5.at) derzeit mit rund 14,2 % gewichtet und rechnen mit wertvollen Performancebeiträgen des Titels. Unser Gesamtinvestitionsgrad beträgt aktuell rund 87 %, was unsere gegenwärtig sehr optimistische Markteinschätzung widerspiegelt.

www.pi5.at     -mf-







5-Jahres-Chart voestalpine AG
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Der Verfasser des Textes legt gemäß § 48f Abs 5 BörseG offen, dass er selbst an einzelnen Finanzinstrumenten, die Gegenstand der verfassten Texte sind, ein nennenswertes finanzielles Interesse hat. Die verfassten Texte sind keinesfalls als Empfehlungen irgendwelcher Art zu sehen.

 

 

Der jüngste Thread im Board zu voestalpine - » zum Board
 
  • 2013-05-23 22:23:26
    LASKler

    Massive Überkapazitäten

    Europas Stahlproduzenten drohen harte Einschnitte

    Massive Überkapazitäten und kaum Hoffnung auf eine Konjunkturerholung noch in diesem Jahr - nach Ansicht des Präsidenten des europäischen Stahlverbands Eurofer, Wolfgang Eder, sind in Europa harte Einschnitte unausweichlich.

    Bei einer Jahresproduktion der europäischen Hersteller von 210 bis 215 Millionen Tonnen liege der Anteil der Überkapazitäten bei „20 bis 25 Prozent", sagte Eder, Chef der voestalpine, heute in Düsseldorf. Es sei völlig sinnlos, Stahlstandorte künstlich am Leben zu erhalten“, so Eder.
    Tonnenweise Überkapazitäten

    Weltweit gehe die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) von Überkapazitäten von 500 bis 600 Millionen Tonnen bei einer Jahreskapazität von zwei Milliarden Tonnen aus. Entsprechend werden Rufe nach - auch politisch unpopulären - Stilllegungen immer lauter.

    Bei der voestalpine gebe es eine zunehmende Konzentration auf hochwertige Stahlqualitäten anstelle von „verrücktem Tonnendenken“, so Eder weiter. Derzeit liege der Stahlanteil in dem Konzern nur noch bei rund 30 Prozent. „Wir haben sogar überlegt, ob wir aus dem Stahl aussteigen sollen“, berichtet Eder. Schließlich habe man sich jedoch dagegen entschieden.

    Besonders die um sich greifende Absatzkrise der Autobranche in Europa macht Stahlkonzernen wie ThyssenKrupp, ArcelorMittal und Salzgitter schwer zu schaffen. Aus der Baubranche kommen angesichts der Wirtschaftskrise in Südeuropa schon lange keine Impulse mehr. Die Preise liegen am Boden. Mittlerweile schreiben fast alle Hersteller in Europa rote Zahlen.

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