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05. Oktober 2012 15:00
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„Ich wart seit Wochen, auf diesen Tag und tanz vor Freude, über den Asphalt“, singen die deutschen Kult-Punkrocker „Die Toten Hosen“ in ihrem Nummer-1-Hit „Tage wie dieser“. VSV-Manager Stefan Widitsch schickte am Donnerstag um 5:47 Uhr ein Mail mit genau diesem Songtext in die Redaktionen des Landes. Sonst nichts. Erst eine halbe Stunde später trudelte die Presseaussendung zur Verpflichtung von Michael Grabner ein. Beim aktuellen Tabellenführer der EBEL, die jeden Freitag live bei LAOLA1.tv zu sehen ist, ticken die Uhren anders.
Natürlich ist Eishockey auch in Villach ein Business, ein großes sogar. Aber unter der VSV-Anstecknadel im Anzug der Fädenzieher schlägt vor allem ein großes Eishockey-Herz. Am selben Donnerstag durfte man in Gleisdorf nahe Graz und also bei der Präsentation von 99ers-Neuzugang Thomas Vanek erfahren, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.
Möglich gemacht hat den Sensations-Transfer des 245-Tore-Manns aus der stärksten Eishockey-Liga der Welt Unternehmer Herbert Jerich, der seit zwölf Jahren in New York lebt und immer wieder zum „Vanek schau’n“ in den Madison Square Garden pilgert. „Wos kost‘ da Vanek“, fragte 99ers-Sponsor Jerich beim Verein an. Heute wissen wir, dass das Vanek-Engagement rund 19.000 Euro im Monat kostet und der Spediteur im Falle eines kompletten Saison-Ausfalls in der NHL ein halbes Jahr Vanek in Graz finanziert.
Der millionenschwere Kufen-Crack mag es lieber bodenständiger. Er schläft daheim bei seinen Eltern – im alten Kinderzimmer …




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