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The wind of change ist always blowing

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02. Oktober 2012 12:11



Na, ob das gut geht?


Die FED tut es, die EZB tut es und die Bank of Japan tut es auch. Die Märkte werden mit billigem Geld geflutet. Es geht dabei gar nicht um die Frage des "Sündenfalls". Es geht um die Auswirkungen auf die Stabilität der gesellschaftlichen Strukturen in der Zukunft.

Was das Eine mit dem Anderen zu tun hat? - Eine ganze Menge!

Die Zentralbanken schaffen durch das "Anwerfen der Geldpresse" ein Zeitfenster, damit die Politik gesellschaftliche und strukturelle Reformen vorantreiben kann. Ich gehe davon aus, dass dieses Zeitfenster die nächsten 5-6 Jahre offen bleibt, sich danach aber rasch schließen wird.

Dieses "billige Geld" wird die Aktienmärkte in den nächsten Jahren beflügeln. Die Kehrseite der Medaille wird nach rund 6 Jahren eine steigende Inflationsrate sein. Die USA werden ab 2017 beginnen das Zinsniveau anzuheben.. Moderat aber stetig. Das "billige Geld" wird wieder eingesammelt - und zwar durch steigende Inflationsraten. Eine einfache Methode mit drastischen Auswirkungen. Wir werden uns mit Inflationsraten von 7% - 9% per anno herumschlagen müssen. Liebe Grüße aus den 80iger Jahren des vorigen Jahrtausends.

Diese lang anhaltende Inflationsperiode wird schlecht veranlagtes Geld halbieren oder gar dritteln. In Zukunft müssen Sie nicht mehr in Aktien investieren um Geld zu verlieren, es genügt wenn Sie Ihr Geld einfach am Sparbuch liegen lassen. Diese absehbare Entwicklung wird zu weiteren gesellschaftlichen und politischen Unruhen führen.

Das oben angeführte Zeitfenster sollte von der Politik genutzt werden, um in den nächsten Jahren die Sozialsysteme umzubauen. Alle gesellschaftliche Schichten werden davon betroffen sein. Der Sozialstaat, wie wir ihn die letzten 40 Jahre gekannt haben, den wird es in dieser Form nicht mehr geben. Pensionen, Gesundheitswesen, Ausbildung, um nur einige Kernpunkte zu nennen müssen einer drastischen Neugestaltung unterzogen werden.

Wenn ich mir jedoch die aktuelle politische Kultur in unserem Lande so ansehe, dann habe ich Zweifel ob dies gelingen kann. Zaudernde Politiker und eine Bevölkerung, die den Ernst der Lage nicht realistisch einzuschätzen weiß, sind eine explosive Mischung.

Die breite Bevölkerung sucht Sicherheit und wird sie so nicht finden. Sich auf den Staat verlassen und keine Eigenverantwortung  übernehmen, kann niemals zur gewünschten Sicherheit führen.

Das einzige Sichere ist der Wandel. Dieser Spruch könnte nicht besser in unsere aktuelle Zeit passen. Sowie es scheint wird kein Stein auf dem Anderen bleiben. Aber vergessen Sie nicht: Steine die man Ihnen in den Weg legt können Sie verwenden um sich eine Brücke zu bauen.  






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