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14. September 2012 12:57
Zunehmende Proteste in Nahost führen zu Nervosität am Ölmarkt
Die US-Notenbank (Fed) hat gestern nach Börsenschluss in Europa – wie von vielen Experten erwartet – weitere Maßnahmen zur Konjunkturbelebung beschlossen. Dabei sollen pro Monat für 40 Milliarden US-Dollar mit Hypotheken besicherte Wertpapiere gekauft werden, um die Hypothekenzinsen zu senken und damit den Häusermarkt in Schwung zu bringen. Außerdem will die Fed den historisch niedrigen Leitzins von 0,00 bis 0,25 Prozent bis Mitte 2015 nicht anheben. Diese Ankündigungen lösten an den Börsen heftige Reaktionen aus.
DerDAXkletterte am Vormittag auf ein neues Jahreshoch von 7.428 Zählern und lag weiteren Verlauf bei 7.420 Punkten mit 1,5 Prozent im Plus. Der Euro gewann innerhalb dieser Woche rund drei US-Cent an Wert und nähert sich inzwischen bereits der Marke von 1,31 US-Dollar an.
DIe Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger kauft nun aber erneut Call-Optionsscheine und Long-Zertifikate auf denDAX. Der Euwax Sentiment Index lag in dieser Phase bei plus 25 Punkten.
Die geplante Fusion vonEADSundBAESystems sorgte auch heute für heftige Kursbewegungen. Die Aktie des Airbus-MutterkonzernsEADSfiel um 10,3 Prozent auf 25,29 Euro. Der Kurs vonBAESystems gab nach dem gestrigen Aufschlag von mehr als elf Prozent heute an der Börse London um 7,3 Prozent auf 337,20 GBp nach.
In Erwartung weiterer Maßnahmen der US-Notenbank Fed zur Stützung der Konjunktur im eigenen Land nahmen die Spekulationen auf das Aufkeimen von Inflationsängsten zuletzt wieder deutlich zu. Auch heute waren wieder zahlreiche Optionsscheine und Zertifikate gefragt, mit denen Anleger von steigenden Edelmetallpreisen profitieren würden. Unterdessen kostete eine Feinunze Gold in London 1.733 US-Dollar. Silber notierte am Nachmittag bei 33,03 US-Dollar pro Feinunze.
Außerdem setzen Anleger auf einen kurzfristig schwächer tendierenden US-Dollar. So waren vor allem Long-Zertifikate auf den Euro gesucht.
Nachdem ein Börsenbrief Knock-out-Scheine auf Kaffee und Zucker in sein Musterdepot aufgenommen hat, waren die Scheine heute auch an der Euwax verstärkt gefragt.
Börse Stuttgart TV
Der 12. September 2012 wurde seit Wochen mit Spannung erwartet. Mitunter wurde der gestrige Tag sogar als Schicksalstag für den Euro tituliert. Doch am Ende ging es vergleichsweise geräuschlos über die Bühne und nahezu alle Protagonisten fühlen sich irgendwie als Gewinner. Sind die gefährlichsten Klippen der Eurokrise nun überwunden? Stephan Pilz von smart-invest sprach darüber im Interview bei Börse Stuttgart TV.
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