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Marathon-Matches und die Folgen

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13. September 2012 13:09

aus dem BE
Das Profi-Tennis erlebt derzeit eine echte Blütezeit. Die Herren Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und jetzt auch Andy Murray gelten sportartenübergreifend als echte Superstars und sorgen seit Jahren für historische Matches und Rekorde am Fliessband. Ein nicht für möglich gehaltener Boom ist die Folge.

Doch Stillstand bedeutet Rückschritt. Und wahrlich ist im internationalen Tennis derzeit nicht alles Gold was glänzt. Vor allem die immer mehr ausufernden Spiellängen sorgen für Kopfzerbrechen. Das Endspiel bei den US Open dauerte knapp fünf Stunden. Blickt man auf die vergangenen Jahre zurück, ist dies beinahe schon ein Durchschnittswert. Erst zu Saisonbeginn lieferten sich Djokovic und Nadal in Melbourne mit 5:53 Stunden das längste Grand-Slam-Finale aller Zeiten.

Für die Veranstalter machen diese Marathon-Matches den Tennis-Sport noch schwieriger planbar. Besonders die TV-Stationen haben mit der aktuellen Situation so ihre Probleme. Die ATP trug viel zu diesem Trend bei, machte die Beläge langsamer, die Bälle grösser. Nun versucht sie mithilfe des Regelbuchs diesen Veränderungen entgegen zu wirken. Neben einer härteren Bestrafung bei einer Zeitüberschreitung zwischen den Punkten (maximal 25 Sekunden) soll die „Let“-Regel, also die Aufschlag-Wiederholung bei einer Netzberührung, abgeschafft werden. Präsident Brad Drewett gibt selbst zu, dass „diese Änderung nicht viel bewirken wird.“ Er hoffe aber auf eine positive Wirkung auf den Spielfluss.

Vorerst wird die neue Regel nur für die ersten drei Monate auf der Challenger-Tour 2013 gelten. Ob ihr eine grosse Zukunft beschieden sein wird, darf bezweifelt werden. Schliesslich baut der Tennis-Sport auf eine langjährige Tradition. An den bewährten Regeln sollte nicht aus Lust und Laune herumgedoktert werden. Vor allem dann, wenn man es viel einfacher haben könnte. Macht die Plätze einen Hauch schneller und die Bälle etwas kleiner! Dann wären auch 50-Bälle-Rallys wieder das, was sie sein sollten. Eine spektakuläre Ausnahme und nicht die Regel.





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