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US-Notenbank im Fokus: Kommen neue Konjunkturspritzen?

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10. September 2012 16:49



Spannung auch vor Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum ESM


Zu Beginn dieser Börsenwoche hatten die Handelsteilnehmer eine ganze Reihe volkswirtschaftlicher Daten zu verarbeiten. Der enttäuschende US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag weckte allerdings erneut Spekulationen auf Konjunkturhilfen der US-Notenbank (Fed). Analysten zufolge werde die Fed am kommenden Donnerstag zumindest den Zeitrahmen für die Beibehaltung ihrer aktuellen Niedrigzins-Politik ausweiten. Aber auch die Wahrscheinlichkeit für die Ankündigung zusätzlicher Maßnahmen sei sehr hoch. Experten schätzen, dass es dabei zu einem weiteren Anleihenkaufprogramm (QE3) in einer Höhe von 500 Milliarden US-Dollar kommen könnte. Das bisher letzte Programm dieser Art (QE2) hatte ein Volumen von 600 Milliarden US-Dollar.

Die Sorgen um die Weltkonjunktur verstärkten sich aber auch wegen des überraschend starken Rückgangs der Industrieproduktion in China. Parallel dazu wuchs der Export zuletzt weniger stark als erhofft.

Der Umsatz in der deutschen Industrie nahm dagegen im Juli so deutlich zu wie seit einem Jahr nicht mehr. Das verarbeitende Gewerbe steigerte das Ergebnis um 1,9 Prozent und konnte dabei den Rückgang aus dem Juni mehr als aufholen. Dafür sorgte vor allem die robuste Nachfrage auf dem Heimatmarkt. Das Inlandsgeschäft wuchs um 2,2 Prozent. Am besten lief es in der Fahrzeugindustrie, die ein Plus von 5,8 Prozent vorweisen kann. Die Maschinenbauer steigerten ihren Umsatz um 3,3 Prozent.

Unterdessen warten die Marktteilnehmer mit besonderer Spannung auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zur Rechtmäßigkeit des europäischen Fiskalpaktes und des RettungsschirmsESMam Mittwoch dieser Woche.

DerDAXnotierte am Nachmittag bei 7.230 Punkten mit 16 Zählern bzw. 0,2 Prozent im Plus. Der Euro hielt sich mit 1,2790 US-Dollar in der Nähe seines am Freitag erreichten Viermonatshochs (1,2817 US-Dollar) auf.

Der Euwax Sentiment Index lag in dieser Phase bei minus 25 Punkten. Die Mehrheit der Derivateanleger rechnet offenbar mit kurzfristigen Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt.

Zu den stärksten Gewinnern zählen abermals die Bankaktien. Die Commerzbank sprang heute bis zum Nachmittag um weitere 4,3 Prozent auf 1,45 Euro nach oben. Die Deutsche Bank verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 31,89 Euro. Eine Reihe von Derivateanlegern hält weiterhin vor allem Calls auf die Deutsche Bank im Depot. Teilweise kam es hier aber auch bereits zu Gewinnmitnahmen.

Die Lufthansa-Aktie stieg heute um 2,9 Prozent auf 10,42 Euro. Ein prominenter Schlichter soll hier im Tarifstreit mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo vermitteln. Dies soll mindestens sechs Wochen dauern. In dieser Zeit werde es nach Angaben von Ufo keine weiteren Streiks geben.

Die Analysten von Goldman Sachs haben die Aktie des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine zum Kauf empfohlen. Der Kurs kletterte daraufhin heute um 1,2 Prozent auf 24,60 Euro. Voestalpine habe nach Meinung der Experten im Branchenvergleich die besten Voraussetzungen für Umsatz- und Margenwachstum. Wie es in der entsprechenden Studie heißt, sei das Unternehmen ein führender Anbieter von Spezial-Stählen für die Auto- und Flugzeug-Industrie. Die Nachfrage bei diesen Produkten sei vergleichsweise stabil. Gleichzeitig verfüge man über eine wachsende und profitable Technik-Sparte.

Börse Stuttgart TV

Die sogenannte Griechenland-Troika zweifelt offenbar am neuen Athener Sparpaket. Die Vertreter von EU-Kommission,EZBundIWFseien zumindest mit Teilen des Sparpaktes nicht zufrieden, wie aus griechischen Regierungskreisen zu erfahren war. Was wird dabei bemängelt? Welche Rolle spielt dieEZB? Und was ist vom Urteil des Bundesverfassungsgerichtes am Mittwoch zu erwarten? Fondsmanager Dietmar Zantke, Geschäftsführer von Zantke Asset Management, sprach darüber im Interview bei Börse Stuttgart TV.








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