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Schwacher US-Arbeitsmarkt stört Aktienmarkt kaum

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07. September 2012 15:27



Nur 96.000 neue Stellen – Euro auf höchstem Stand seit Mai


Schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus denUSAhaben den Kurssteigerungen an den Aktienmärkten am Nachmittag nur einen kleinen Dämpfer versetzt. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen lag bei nur 96.000. Analysten hatten im Schnitt mit 125.000 Jobs gerechnet.

DerDAXgab nach den Zahlen rund 30 Punkte ab, fing sich aber schnell wieder und liegt gegen 15.15 Uhr nicht mehr weit vom Tageshoch entfernt bei 7230 Punkten, ein Plus von 0,9 Prozent. Im Tagesverlauf hatte derDAXein Jahreshoch bei 7246 Punkten erreicht, das ist gleichzeitig der höchste Stand seit Juli 2011. Experten sprachen in einer ersten Einschätzung davon, dass die schwachen Arbeitsmarktzahlen die US-Notenbank zu einer neuen Runde von Anleihenkäufen, dem sogenannten QE3, zwingen würden.

Der Euro vergrößterte seine Tagesgewinne nach den Konjunkturzahlen und steht bei 1,2750 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit Mai.

Größte Gewinner imDAXsind die Banken. Deutsche Bank gewinnen 6,2 Prozent, die Commerzbank legt 6,0 Prozent zu. Die Finanzinstitute werden als große Gewinner einer Stabilisierung der Finanzmärkte gesehen – nicht zuletzt deshalb, weil sie etliche Anleihen der Krisenstaaten in ihren Depots haben.

Deutlich unter Druck steht dagegen die Aktie der Deutschen Post (-4,1 Prozent), nachdem der Großaktionär KfW ein Aktienpaket in Höhe von fünf Prozent verkauft hat. Die Aktien wurden zu 15,40 Euro platziert – das Paket hat einen Wert von rund einer Milliarde Euro. Die Staatsbank nutzt dabei offenbar die deutlich gestiegenen Kurse der Deutschen Post, um ihren Anteil zu reduzieren. Seit vergangenem September hatte die Aktie in der Spitze 80 Prozent zugelegt. Die KfW hält nach der Platzierung noch etwas mehr als 25 Prozent der Post-Aktien.

Vor Börsenstart in denUSAveröffentlichte der Chiphersteller Intel eine Umsatzwarnung. Die Erträge würden nun bei 13,2 Mrd. US-Dollar liegen, hieß es. Zuvor war eine Spanne von 13,8 bis 14,8 Mrd. US-Dollar angepeilt worden. Die Aktie verliert vorbörslich rund drei Prozent.

Es scheint so, als hätten die Privatanleger an der Euwax nicht in großem Masse von der Aufwärtsbewegung desDAXprofitiert. Gestern schon waren sie recht bearish eingestellt und dies setzt sich auch heute fort. Das Euwax Sentiment liegt deutlich im negativen Bereich. Auch die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten hat daran wenig geändert.

Stark gesucht ist vor allem ein Put-Optionsschein auf denDAXmit Laufzeit November und einem Basispreis von 6500 Punkten. Die Anleger nutzen dabei offenbar auch die zuletzt deutlich gesunkene Volatilität. Ein deutlicher Kursrutsch in den nächsten Tagen würde aller Erfahrung nach zu einem Anstieg der Vola führen – der Schein würde in diesem Fall doppelt profitieren.

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Im Zuge des angekündigtenEZB-Anleiheaufkaufprogramms ist der Dax auf ein neues Jahreshoch gestiegen. War das der Startschuss zu einer neuen Rally – mitten in dem als Crashmonat berüchtigten Spetember? Fragen dazu von N24-Moderator Dietmar Deffner an den Finanzexperten undEIFD-Direktoren Michael Bloss – zugeschaltet von der Börse Stuttgart.








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