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Deutscher Export unter Druck

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03. September 2012 16:45



Umfrage: Schwierigstes Quartal seit über drei Jahren – DAX behauptet sich bei 7000 Punkten


Die Konjunkturzahlen aus der Eurozone bleiben weiterhin düster: Die jüngste Umfrage des Markit-Instituts spricht für einen deutlichen Rückgang der deutschen Exporte. Nach der Befragung, die bei 500 Industrieunternehmen durchgeführt wird, steckt die deutsche Wirtschaft aktuell im schwierigsten Quartal seit mehr als drei Jahren. Insbesondere die Aufträge aus Südeuropa seien weiter stark rückläufig.

Der Deutsche Aktienindex lässt sich allerdings auch von diesen Nachrichten wenig beirren. Er bleibt am Nachmittag weiter im Bereich von 7000 Punkten und damit in der engen Handelsspanne, in der er schon fast den gesamten Handelstag verbracht hat. Gegen 16.30 Uhr liegt er bei 6996 Punkten, das ist ein Plus von 0,4 Prozent. Keine Impulse gibt es heute von der Wall Street. DieUSAfeiern den Labor Day, die Märkte bleiben daher geschlossen.

Die spektakulärste Kursbewegung des heutigen Tages ist weiterhin beim Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum zu beobachten. Die Aktie bricht um mehr als 20 Prozent auf 15,05 Euro ein, nachdem die Spekulation vieler Marktteilnehmer auf ein weiteres Übernahmeangebot für Rhön-Klinikum geplatzt ist.

Der Gesundheitskonzern Fresenius, der im ersten Versuch gescheitert war, teilte mit, dass kein erneuter Anlauf geplant sei. Man sehe zwar die strategische Logik für einen Zusammenschluss, allerdings haben die zahlreichen Interventionen von Konkurrenten die Übernahme unmöglich gemacht. Wettbewerber beider Unternehmen wie Asklepios oder B. Braun hatten sich ebenfalls bei Rhön eingekauft haben, um einen Zusammenschluss zu blockieren.

Anders als bei Rhön scheint bei den Fresenius-Aktien die Erleichterung zu überwiegen. Das Papier gewinnt 2,4 Prozent und ist damit größter Gewinner imDAX. Daneben halten sich die Versorger noch recht gut.RWEund E.ON gewinnen knapp ein Prozent.

Dennoch steht uns insgesamt eine äußerst interessante Handelswoche bevor. Höhepunkt dürfte dieEZB-Sitzung am Donnerstag sein, wenn Mario Draghi das mit Spannung erwartete Programm zum Kauf von Staatsanleihen der Krisenländer vorstellen dürfte.

Aber auch etliche Konjunkturdaten dürften die Märkte beschäftigen. Morgen und am Donnerstag werden dieISM-Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor veröffentlicht. Am Freitag kommen die US-Arbeitsmarktdaten.

Der heute an der Börse beginnende Börsenmonat September ist historisch gesehen der mit Abstand schlechteste Monat für Aktien. Offenbar versuchen auch einige Euwax-Anleger sich in Sicherheit zu bringen .DAX-Puts sind auch am Nachmittag weiter stark gefragt, was auch das Euwax Sentiment in den negativen Bereich bringt.

Mit Blick auf den Goldpreis ergeben sich heute gegenläufige Tendenzen. Während bei den Knock-Out-Scheinen eher nicht mit einem weiteren Preisanstieg beim gelben Edelmetall gerechnet wird, setzen die Anleger bei Optionsscheinen auf weiter steigende Kurse bei Gold und Silber.

Börse Stuttgart TV

Der Goldpreis steigt wieder. Er hat sich in den vergangenen Tagen auf den Weg Richtung 1.700 Dollar je Unze gemacht. Dennoch sei Gold viel zu günstig, sagt nicht ganz unerwartet Thomas Bachheimer, Europa-Präsident des Goldstandard-Instituts. Die Gründe dieser optimistischen Einschätzung erläutert der Rohstoff-Experte im Interview mit Börse Stuttgart TV.








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