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03. September 2012 16:13
Die Schlagzeilen gehen inzwischen fast unter. Regelmäßig werden aus der chinesischen Bergbaubranche schwere Unfälle gemeldet. Erst in der vergangenen Woche starben in der Provinz Sezuan mehr als 40 Arbeiter bei einer Explosion in einer Kohlemine.
Die Statistiken sind alarmierend. Im vergangenen Jahr sind fast 2.000 Arbeiter in den Kohleminen des Landes tödlich verunglückt, so die offiziellen Statistiken. Für 2012 liegen noch keine aktuellen Daten vor. Die Gefahr, in einer Kohlemine in China zu sterben, ist zehn Mal so hoch wie in den USA. Statistiken besagen, dass je 100 Millionen Tonnen Kohle in China 35 Arbeiter ums Leben kommen. In den USA liegt die Zahl der Toten je 100 Millionen Tonnen Kohle bei etwa 3,5.
Die amtlichen Behörden in China sind alarmiert. Das staatliche Amt für Arbeitssicherheit fordert immer wieder Konsequenzen. Allerdings gibt es in China mehr als 12.000 Kohleminen. Vor allem die kleinen Minen, die die große Mehrheit ausmachen, können kaum wirkungsvoll kontrolliert werden. Hier geschehen die meisten Unfälle. Zwei von drei Toten sind in solch kleinen Minen zu beklagen. Vor allem die bisweilen stark vernachlässigten Sicherheitsbestimmungen, hervorgerufen durch den Wunsch, Kosten einzusparen, sind dafür verantwortlich.
Dies zeigt sich auch beim jüngsten Grubenunglück in Sezuan. Dort haben zu viele Menschen unter Tage gearbeitet, die Kapazitäten waren mehr als ausgelastet. Die Sicherheitsausrüstung war veraltet, selbst eine hohe Gaskonzentration hat die Arbeiten nicht gestoppt. All dies zusammen führte zur Katastrophe.
Die Behörden wollen daher Konsequenzen ziehen und eine Vielzahl kleiner Minen schließen. Im Jahresverlauf hat man bereits eine Reihe von unsicheren Minen geschlossen, im Jahresverlauf sollen weitere etwa 600 Minen folgen. Der Druck auf die Betreiber soll zunehmen, die Sicherheitsbestimmungen stärker zu beachten. Alternativ könnte es zu einem Zusammenschluss von kleinen Bergbauunternehmen kommen.
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