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09. August 2012 13:19
Die Aktienkurse sind in den letzten Tagen mehrheitlich gestiegen. Vor allem der USArbeitsmarktbericht wurde von den Marktteilnehmern positiv aufgenommen. Auch die in der letzten Woche durch den EZB-Präsidenten, Mario Draghi, - wenn auch nur unter bestimmten Bedingungen - in Aussicht gestellten weiteren Unterstützungsmassnehmen durch die Europäische Zentralbank hat die Kaufneigung zuletzt weiter erhöht. Der DAX und der EURO STOXX 50 erreichte in diesem Umfeld das höchste Niveau seit Anfang April. Der ATX und der Dow Jones Industrial Average stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang Mai. Die Berichtssaison der US-Unternehmen neigt sich nun ihrem Ende entgegen. Aus dem S&P 500 Index haben bereits 445 Unternehmen ihre Zahlen über das zweite Quartal veröffentlicht. Die Ergebnisse der Unternehmen entwickelten sich schwach. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich im S&P 500 Index im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,2%. Den stärksten Ergebnisrückgang verzeichneten die Unternehmen der Sektoren Energie und Material. Den grössten Ergebnisanstieg gab es in den Sektoren Industrie und Informationstechnologie. Auch in Europa nimmt die Zahl an Ergebnisveröffentlichungen in den nächsten Tagen weiter ab. Obwohl von den anstehenden Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten (USA: Einzelhandelsumsatz, Industrieproduktion, Philadelphia Fed Index: EZ: BIP-Wachstum, Industrieproduktion etc.) in den nächsten Tagen kaum Impulse für die Aktienmärkte zu erwarten sind, rechnen wir mit der anhaltenden Hoffnung auf weitere Fortschritte bei der Bekämpfung der Schuldenkrise im Laufe der nächsten Wochen mit einer etwas steigenden Risikoneigung der Marktteilnehmer und damit tendenziell etwas steigenden Aktienkursen.
Die Renditen der deutschen Staatsanleihen sind in den letzten Tagen gestiegen. Verantwortlich für die geringere Nachfrage nach diesem „sicheren Hafen“ waren der jüngste US-Arbeitsmarktbericht und die Hoffnung auf Unterstützungsmassnahmen durch die Europäische Zentralbank. Die spanischen und italienischen Benchmarkrenditen sind gesunken, deren Renditekurven wurden flacher. Da wir in den nächsten Tagen von einer tendenziell etwas steigenden Risikoneigung ausgehen, rechnen wir bei den deutschen Bundesanleihen mit etwas steigenden Renditen.
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