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03. August 2012 08:35
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Wer Social Media hört, denkt an Facebook, Youtube oder Twitter. Und wer ein bisschen weiter denkt, wird sehr schnell über den ganzen Müll stolpern, der via Social Media täglich ins Haus und ins Hirn
kommt. Zugegeben: das LIVE UPDATING & NONSENSE SHARING im Web 2.0 nimmt mittlerweile groteske Ausmaße an. Und der revolutionäre Beiklang, der Social Media noch vor wenigen Jahren begleitete, scheint verflogen. Aber gab es da nicht etwas, das wert gewesen wäre, gerettet zu werden?
Im Futures Innovation Magazine von Microsoft Europa geht Stephen Barker indirekt dieser Frage nach, wenn er versucht zwischen Social Media auf der einen Seite und Innovation bzw. Produktivität auf der anderen Seite eine tragfähige Brücke zu schlagen:
“One vital element of social media is the disappearance of borders, walls and hierarchies. These structures tend to bottle up ideas, preventing them from mingling with others – a key step for innovation. …. As the boundaries between disciplines vanish, the potential for innovation rises.”
Können Sie sich an das Versprechen erinnern, das als Social Media an unsere Tür klopfte? An die Idee der kreativen Vernetzung? Dass wir Dokumente, Dialoge, Links anreichern und aufladen können mit Kommentaren, Verweisen, Fakten, Fragen, die Menschen und Sichtweisen und Kompetenzen zusammenbringen und so vermischen, dass Neues entstehen kann?
„The challenge in social media, as in the rest of the jumbled and crowded world of information, is to zero in on the valuable stuff, where the richest connections lurk, where the freshest ideas are streaming, where innovation is most likely to occur.”
Eine Studie von McKinsey unter 4200 Führungskräften in globalen Unternehmen zeigt, dass 40% von ihnen Social Networking und Blogs nutzen (in Tech- und Telco-Unternehmen sogar 86%), um außerhalb des Unternehmens nach neuen Ideen zu fahnden, Mitarbeiter und Aufgaben besser zu korrelieren und Kollaboration bzw. Kommunikation vor allem im Sinne von Best Practices im Unternehmen voranzutreiben.
Die Gretchenfrage dabei: Wie viel an persönlicher Information ist für Unternehmensprozesse angebracht, förderlich, abträglich? Schmal ist der Grat zwischen Ablenkung und Inspiration – das wissen auch die Forscher im Microsoft Future Social Experiences Lab. Und trotzdem bauen sie an Tools, die es erlauben, E-Mails mit personenbezogenen Zusatzinformationen und Links über Arbeitsgebiete, veröffentlichte Paper, besuchte Konferenzen, gesprochene Sprachen, Hobbies etc. anzureichern. Warum? Um neue, überraschende Vernetzungen anzuregen und dem Umstand entgegenzuwirken, dass Menschen am liebsten unter gleichgesinnten sind.
„Why does this matter? Many social network researchers view the corporation almost as a single brain. In this scheme, each person, like a cluster of neurons, represents a node of memories, skills and knowledge. Trouble is, the people they mingle with tend to resemble themselves. Fresh ideas are much more likely to occur when individuals come in contact with people who are different from them in terms of background or expertise. In this sense, social networking has the potential to spark new synapses in the corporate brain. Researchers at IBM have gone so far as to inventory the knowledge and skills of the company’s 400,000 workers and then, almost like an online dating site, offer some of them lists of potential friends and collaborators.“
Maschinen schaffen Verbindungen. Menschen (er-)leben sie. Und Innovation ist das überaus positive Begleitgeräusch.





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