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04. Juli 2012 13:46
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„Im Gegensatz zu Stefan Maierhofer bin ich kein Showman!“ Crash. „Er will immer im Mittelpunkt stehen. Ich mache das über Fußball, er über andere Sachen.“ Boom. „Als ich mit Feyenoord 2002 UEFA-Cupsieger geworden bin, ist er noch in der Küche gestanden.“ Bang.
Salzburgs Primgeiger Leonardo hat bei LAOLA1 zum Rundumschlag gegen den eigenen Teamkollegen ausgeholt. Eine Reaktion folgte umgehend, allerdings nicht vom Kritisierten. Erst meldete sich der Pressesprecher aufgeregt per SMS, dann wollte Sportkoordinator Oliver Glasner telefonisch Auskunft. Warum das Interview nicht dem Verein zur Autorisierung vorgelegt wurde? Wer eine Freigabe erteilt hat? Wie es überhaupt dazu kommen konnte? Und warum man davon eigentlich nichts gewusst hat? Denn beim Meister sollen sich alle lieb haben.
Aber die Realität ist nicht immer kuschelweich. Da fliegen auch einmal die Fetzen, da gibt es böse Worte. Damit es in Zukunft garantiert kuschelweich bleibt, möchte Red Bull Salzburg ab sofort alle Interviews vor der Veröffentlichung freigeben – und also „gefährliche“ Passagen streichen. Der Wunsch nach Typen wird so garantiert ein Wunsch bleiben. Die Leonardo-Story wäre niemals online gegangen.
Noch extremer ist der SV Mattersburg: Dort will man offenbar weder Typen noch Interviews. Während der Saison darf nur Trainer Franz Lederer Auskunft geben, Spieler unter 25 Jahren haben das ganze Jahr einen vom Verein verpassten „Maulkorb“ um. Warum? Darüber schweigt man, was sonst?! Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die Bundesliga hier ein Machtwort spricht. Auch und vor allem im Sinne des Produkts Fußball …




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