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26. April 2012 14:05
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Ein altes chinesische Sprichwort lautet: “Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“ Vielleicht liegt es daran, dass die altbewährte rote Asche auf den Tennisplätzen teilweise aus gebranntem Ziegel besteht, weshalb die meisten Profis in Madrid derzeit eher auf die „Mauer-Taktik“ setzen. Bei dem mit über drei Mio. Euro dotierten 1000er-Turnier vertrauen die Veranstalter (im Hintergrund zieht der mächtige Ion Tiriac die Fäden) erstmals auf einen blau eingefärbten Sandbelag.
Dies geschah sehr zum Missfallen der Stars, die sich seit Tagen über den angeblich viel zu rutschigen Untergrund beschweren. „Das ist kein Tennis mehr“, klagte Novak Djokovic. „Das nächste Mal komme ich entweder mit Fussball-Schuhen auf den Platz oder Chuck Norris muss mir eine Einschulung geben.“
Dabei bietet die blaue Farbe neben dem für die Veranstalter sicherlich nicht unangenehmen Publicity-Effekt bei den TV-Übertragungen klare Vorteile für die Zuschauer. Durch den höheren Kontrast ist die gelbe Filzkugel viel besser zu sehen. Bei solchen Streitereien merkt man, dass Tennis in seinen Wurzeln noch sehr konservativ ist. Das Tiebreak, das Champions-Tiebreak, Tennis-Models - zahlreiche mittlerweile als sinnvoll anerkannte Reformen und Ideen sind heutzutage nicht mehr wegzudenken.
Der Aufschrei bei der Einführung war aber jedes Mal gross. Die progressive Serena Williams erweist sich in dieser Diskussion mal wieder als Vorbild: „Blaue Asche ist doch fein. Ich könnte auch auf Eis spielen, falls es nötig ist.“ Ein neuer Gedanke für Ion Tiriac?




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