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09. Februar 2012 15:35
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„Fabio Capello als englischer Teamchef zurückgetreten.“ Die Agentur-Meldung schlug am Dienstagabend naturgemäss hohe Wellen. Der Italiener entschied nach einem Treffen mit der FA (Football Association), dem englischen Pendant zum ÖFB, seinen Hut zu nehmen. Und das wenige Monate vor der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine.
Eine höchst ungewöhnliche Entscheidung. Zugleich aber eine, die höchsten Respekt verdient. Grund für den Rücktritt ist die Absetzung von John Terry als Kapitän der „Three Lions“. Diese schwerwiegende Entscheidung nach dem Rassismus-Skandal um den Chelsea-Profi hatte nicht Teamchef Capello getroffen - die FA führte sie eigenmächtig durch. Das konnte der stolze Italiener, seines Zeichens Gewinner der Champions League, dazu mehrfacher italienischer und spanischer Meister, nicht einfach so hinnehmen. Sein Vertrauen in den Verband war erschüttert, der Rücktritt die logische Konsequenz.
Capellos Entschluss, sich dem Druck des Verbands nicht zu beugen, zeugt von Courage und Mut, denn das Vorgehen der FA ist unverständlich und nicht tolerierbar. Nun muss sie mit den Konsequenzen ihres Handelns leben: Kurz vor der EM steht das Mutterland des Fussballs ohne Nationaltrainer da. Zahlreiche Nachfolgekandidaten werden genannt. Wer auch immer es wird, muss ein schweres Erbe antreten. Aus sportlicher Sicht, aber auch aus menschlicher.





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